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Death Jr.


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Death Jr. Review vom 25.03.2006

Das Leben ist voller Mysterien. Jeden Tag geschehen Dinge, die man sich einfach nicht erklären kann. Doch wer jetzt an Fragen, wie "Warum kommt die Bahn immer zu spät, wenn ich es eilig habe?" oder "Warum braucht die Freundin immer eine Stunde im Bad, wenn es auch in einem Bruchteil der Zeit möglich wäre, sich fertig zu machen?". Auf diese weltbewegenden Fragen werden wir euch in diesem Artikel leider keine Antwort präsentieren können. Wir gehen ein wenig weiter ins Spirituelle. Der Tod und dessen Personifikation soll Thema unseres heutigen Tests sein. Einige haben bestimmt schon einmal von Gevatter Tod gehört. Allen, die nur Bahnhof verstehen und sich noch immer über die Verspätung der Straßenbahn grün und rot ärgern, wollen wir ein wenig auf die Sprünge helfen. Zu dieser Zeit des türkischen Sonnenlischt-Hypes könnten wir einfach sagen: "Das isch der Kerle mit Totenkopf, schwarzem Mantel und der krass-scharfen Sense!". Doch zurück zum sprachlich etwas höherem Niveau und weiter im Text.

Doch in diesem Spiel dreht es sich nicht um den gruseligen Seelenfänger aus der Unterwelt, sondern um dessen kleinen Racker. Death Jr. treibt sich nun auf der PSP rum und zeigt, dass auch das personifizierte Böse in jungen Jahren sich mit den selben Problemen rumschlagen muss, wie der Papi. Ob Luzifer selbst den Entwicklern für ihren teuflischen Spaß danken sollte, oder der Tod die Seelen der Programmierer in die Unterwelt verbannen sollte, erfahrt ihr nur, wenn ihr tiefer ins Kaninchennest eintaucht. Also rote Pille schlucken und weiterlesen!

Death Jr. präsentiert sich als reinrassiges Action-Adventure mit vielen Jump 'n' Run Elementen. Lasst ihr die UMD ein paar Sekunden im PSP-Laufwerk seine Runden ziehen, landet ihr schon im teuflisch knappen Hauptmenü, dass euch nur eine Wahl lässt: ein neues Spiel zu beginnen. Da wir auch den kleinen Tod nicht erzürnen wollen, gehorchen wir der Option und starten das Abenteuer.

In einem recht langen Intro werdet ihr in die Geschichte von Death Jr. eingeweiht.
Junior und seine Schulkameraden, die genauso wie der kleine Tod nicht der menschlichen Rasse angehören, werden im Verlauf eines Schulausflugs in ein Museum gezwungen (Ja, selbst vor dem Tod macht die Bildung keinen Halt!). Natürlich langweilt sich die Truppe rund um Death Jr. fürchterlich und schon nach einiger Zeit verdrücken sie sich von der Führung des Pädagogen. Durch Zufall finden die "Kinder" eine geheimnisvolle Truhe, die natürlich jedem die Finger (oder im Falle des fisch-fidelen Marty die Flossen) jucken lässt. Doch schon kurz nachdem die Schlösser der Truhe entfernt sind, wird Death Jr. der Ernst der Lage klar. In der Truhe befindet sich ein tentakelähnliches Monstrum das prompt alle Freunde von Death Jr. gefangen nimmt und ihre Seelen stehlt.

Eure Aufgabe werdet ihr euch bestimmt denken können. Nein, wir holen nicht den Papi, der das Monster mit der Sense in Calamarisringe filetiert. Als angehender Herr und Kontrolleur der Unterwelt habt ihr natürlich genug Mut um die Aufgabe selbst in die Hand zu nehmen - eure Juniorsense darf natürlich auch nicht fehlen.

Von nun an seit ihr auf euch gestellt und müsst die Seelenteile eurer Freunde, die als Puzzleteile in den 17 verschiedenen Leveln versteckt sind, finden und dem bösen Ungeheuer in der Quintessenz deftig den Hintern versohlen. Als Karte, von der ihr in die verschiedenen Level gelangt, dient das Museum. Mehrere Stockwerke wollen erkundet und die verschiedenen Level besucht werden. Jeder eurer Freunde hat Missionen, die seinem Wohnort oder dem Lieblingsplatz nachempfunden sind. Ob die heimische Straße oder ein Freizeitpark der andere Art. Die Level sind alle individuell gestaltet und sorgen für die nötige Abwechslung. Denn genau das ist es, was dem Spiel im Faktor Gameplay fehlt. Ihr beginnt eine Mission und müsst Monster schlachten. Für jedes getötete Monster bekommt ihr dessen böse Seele, da der erwachsene Tod ja nicht zur Stelle ist. Jeder Abschnitt wird von einer roten Wand voller Augen abgesperrt und eröffnet für euch erst den Weg zum nächsten Abschnitt, wenn ihr genug Monster gemeuchelt und deren Seelen eingesammelt habt. Zum Monster metzeln steht euch die obligatorische Sense zur Verfügung, die auch als Propeller für kurze Flüge oder als Halt zum Erklimmen höheren Ebenen ihren Dienst leistet. Außerdem bekommt ihr im Laufe des Spiels eine Fülle von Waffen zur Verfügung gestellt. Von zielsuchenden und explosionsfreudigen Hamstern bis hin zu Feuerwerfer und Eisstrahlern stehen eine Menge verrückte Handwaffen zum Abfeuern bereit.

Und so ballert und säbelt ihr euch von Abschnitt zu Abschnitt und müsst hin und wieder in bestimmten Sprungpassagen euer Geschick beweisen, wobei der Tod in dieser Hinsicht kaum Ansprüche stellt - allgemein ist das Spiel nicht wirklich schwer, kann aber auch besonders bei den Endgegnern angenehm fordernd sein.

Gameplay:
Da das Spiel fast nur aus Hack and Slay Motiven besteht und mit Sprungpassagen und Kletterpartien gewürzt ist, musste hier eine simple, aber dennoch spaßige Steuerung an den Mann gebracht werden. Und das ist im großen Ganzen auch tatsächlich gelungen. Unser kleiner Held steuert sich frisch und lebendig. "Tod, aber glücklich!" beschreibt das Spielgefühl wohl am besten! Auf den Aktionstasten sind Sprung, die Sensenattacke, die Waffenzündung und ein Spezialangriff verteilt. Mit der rechten Schultertaste könnt ihr euren Gegner anvisieren und die linke Schultertaste dient in Kombination mit dem Analogstick der Kamerajustierung. Mit dem Steuerkreuz könnt ihr die verschiedenen Waffen auswählen.

Zwar ist das Gameplay extrem eintönig und man donnert die ganze Zeit nur auf dem Quadratbutton, um eine möglichst hohe Comboattacke zu erzielen, aber genau dieser Faktor macht das Spiel auch unglaublich kurzweilig und lustig. Es ist einfach eine Freude Death Jr. bei seiner "Arbeit" zu zuschauen.

Grafik:
Einen grafischen Overkill in Form eines GTA kann man bei Death Jr. nicht erwarten. Das Weltendesign ist zwar abwechslungsreich, aber zum größten Teil recht detailarm. Hübsche Texturen und Details, die gerade den Feinschmeckern auffallen, werden hier erfolglos gesucht. Dennoch ist die Grafik recht nett und hat ihren eigenen Charme. Gerade der Protagonist und die Animationen sind unglaublich ulkig und erfreuen das Auge. Der Sprössling des Todes ist eben ein wahrer Wonneproppen.


Sound:
Genau wie die Grafik kann auch der Aspekt der Vertonung nicht vollkommen überzeugen. Die Melodien haben kaum Wiedererkennungswert und Ohrwürmer sucht man auch vergebens. Das Prädikat "Aus den Ohren aus dem Sinn" trifft hier wahrlich zu 100% zu. Genauso sieht es auch mit den Soundeffekten aus. Zwar sind die Stimmen in den Videos sehr ulkig und passen perfekt zu den Charakteren, doch sind diese im normalen Spielgeschehen kaum zu hören, da wir hier einen unglaublich ruhigen Helden vor uns haben. Höchstens das Schwingen der Sense, das wirklich gut vertont wurde, kann hier noch den ein oder anderen Punkt rausholen. Dennoch vermisst man Melodien à la Beetlejuice oder Co. die selbst nach Jahren noch im Kopf summen.

Features und Besonderheiten:
Ein langes Spiel ist Death Jr. auf keinen Fall. Gerade 17 mehr oder weniger kurze Missionen können durchforstet werden. Durchschnittlich gute Gamer werden nach ca. 5 Stunden vom Outro verabschiedet. Leider wurde auch auf einen Multiplayer verzichtet, wobei man sich eine Schlacht der Untoten mit Sense und Co. durchaus als spaßiges Vergnügen vorstellen könnte.

Fazit:
Etliche Stunden mit Death Jr. später kann ich folgendes Resumé ziehen: Den Tod spielen macht Spaß! Zwar hat das Spiel mehrere Mängel die eine Wertung im 80 Bereich nicht gewähren können, doch kann man, wenn man etwas auf kurzweilige Action und lustige Charaktere gibt, diesen Titel näher anschauen. Ob die Featurearmut und die recht kurze Spielzeit verschmerzt werden können, muss jeder selbst für sich entscheiden. Wer jedoch live erleben möchte, dass es mehr Freude bereitet eine Sense zu schwingen, als mit einem Laserschwert herumzuwirbeln, sollte einen Blick in das Leben von Death Jr. werfen!

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Simpel und dennoch spaßig.
GRAFIK
6 von 10
Sympathische Charaktere im detailarmen Ambiente.
SOUND
5 von 10
Ohrwürmer - wo seid ihr?
FEATURES
5 von 10
Kein Multiplayer und zu kurzer Singleplayer.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
75%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Kurzweilige Unterhaltung mit minimalen Ladezeiten für unterwegs."







Details
Spielname:
Death Jr.

Publisher:
Konami

Developer:
Digital Eclipse

Genre:
Jump 'n Run

Release:
30.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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