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Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects


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Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Review vom 19.11.2005

Der Aufstand des Plusquamperfekts....
Wenn man heute an Videospielumsetzungen von Marvel-Titeln denkt, wird einigen Activision in den Sinn kommen. Erst kürzlich wurde der gemeinsame Vertrag von Activision und Marvel bis aufs Jahre 2017 verlängert. Doch auch EA und THQ möchten ein Stück vom großen Superhelden-Kuchen. So wurde Anfang letzten Jahres von EA und Marvel angekündigt, dass sie gemeinsam eine neue Reihe von Superhelden entwickeln möchten und diese gegen die Berühmtheiten wie Spiderman, Venom, Ironman, Captain America, etc. antreten lassen wollen. Nun ist es soweit und die erste Umsetzung dieser Serie geht mit Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects an den Start. Was das Spiel auf dem Kasten hat und ob die neuen EA-Charaktere bei den Marvel Fans ankommen erfahrt ihr im ausführlichen Testbericht.

Marvel selbst hat schon zahlreichen Superhelden und Oberbösewichten Leben eingehaucht und nun hat das erste Mal ein Publisher die Möglichkeit diese Entwicklung zu beeinflussen. Der Ursprung der Imperfects liegt beim genialen, doch geisteskranken Wissenschaftler mit Namen Van Roeckel. Sein Grundgedanke, ist es die mächtigsten Wesen der Welt um sich zu scharen. Keiner weiß warum der Wissenschaftler dies tut, doch hat er nicht nur Mörder und verrückten Forschern geholfen, als Superschurken, auf die Beine zu kommen, sondern auch sonst einige Mutanten in ihren Fähigkeiten verstärkt. Beispielsweise Johnny Ohm, ein Schwerverbrecher, der zwei Hinrichtungsversuche auf dem elektrischen Stuhl überlebte und dann von Van Roeckel gerettet und in einen menschlichen Blitzableiter verwandelt wurde. Eine andere neue Figur ist Brigade, dessen Körper aus über einhundert Soldaten erschaffen wurde. Ihm stehen enorme Kräfte und Ausdauer zur Verfügung, doch die Vermischung der zahlreichen Persönlichkeiten sorgt für eine instabile Persönlichkeit und ausgeprägte Schizophrenie.

Die neuen Charaktere erinnern meist an vorhandene aus dem Marvel Universum. Johnny Ohm ist eine wirre Abwandlung vom Schocker; Brigade ist ein Hulk mit Hirn, bis er zu oft angreift oder Solara ist eine weibliche Abwandlung von unserer menschlichen Fackel bekannt aus den Fantastischen Vier. Alle haben ihre Ursprünge und erinnern doch ein wenig zu stark an weitaus etabliertere Charaktere aus dem Marvel-Universum.

Doch was bringt das Spiel noch alles mit sich? Zunächst stehen insgesamt 18 Kämpfer zur Auswahl. Darunter befinden sich mächtige Mutanten wie Wolverine, Iron Man, Dr. Doom, Venom, Spider-Man, Das Ding, Captain America, etc. In den Reihen der Imperfects warten Charaktere wie Paragon, Brigade, Solara, Van Roeckel oder Johnny Ohm auf euch. In der Konsolenfassung standen noch der Daredevil und die menschliche Fackel zur Auswahl, in der PSP Version findet man anstelle dieser nun andere Kämpfer.

Zu Beginn des Spiels stehen nur wenige Superhelden zur Verfügung und es gilt nun sich von Schlacht zu Schlacht zu kämpfen und dabei die zahlreichen Fähigkeiten zu nutzen. Pro Charakter warten insgesamt 10 Gegner darauf windelweich geprügelt zu werden. Je nachdem wie gut man sich im Kampf geschlagen hat, in Bezug auf Geschwindigkeit und Energieverlust, wird man am Ende mit Edelmetall belohnt. Gold, Silber und Bronze kann der willige Spieler erlangen. Als Belohnung winken neue Areale, oder spezielle Kampfkarten, die freigespielt werden können. Je nach dem welchen Rang man am Ende des Kampfs geholt hat, bekommt man mehr oder weniger seltene Karten. Diese können dann im Kampf gegen besonders harte Gegner genutzt werden, um beispielsweise die Kampfkraft kurzeitig zu erhöhen oder die Fähigkeiten zu verstärken, etc. pp.

Doch wie sieht ein solcher Kampf genau aus?
Die Helden und Schurken bewegen sich in mittelgroßen 3D-Arealen. Ob man sich auf einer Brücke in New York, dem Daily Bugle oder in einem Labor befindet, die Umgebung ist komplett interaktiv. Sprich die Mutanten können nicht nur auf ihre Fähigkeiten zurückgreifen, sondern auch Laternen von der Straße pflücken, Lüftungsrohre von den Wänden reißen und damit ihre Gegner vermöbeln. Auch herumstehende Autos oder Container, stellen für manchen Kraftprotz kein Hindernis dar. Hoch damit und den Gegner eine dicke Beule verpassen.

Die Grundidee an sich ist gar nicht so übel, doch die ersten großen Mankos kann man dann in der Umsetzung feststellen. So kämpft jeder Superheld zwar mit seinen eigenen Fähigkeiten und Spiderman kann gewohnt herum schwingen und seine Gegner mit seinen Netzten abschießen. Was aber sehr gegen die Basics eines Prügelspiels richtet, ist die Tatsache, dass jeder Charakter seine Specialmoves mit der gleichen Tastenkombination auslöst. So werden die Schultertasten missbraucht, um Iron Mans Partikelstrahl abzufeuern, Magnetos umher fliegende Metallstückchen dem Gegner entgegen zu werfen oder Johnny Ohms Blitze zu schleudern. Nachdem man zwei oder drei Charaktere gespielt hat, kommt das ernüchternde Gefühl auf: „Bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!“. Doch diese Fakten, sind leider nicht die einzigen Mängel des Spiels. Die Künstliche Intelligenz, oder sollte man besser sagen, hoch gezüchtete Dummheit gehört auch zu den Schwachpunkten. Wenn man einen Gegner immer wieder, mit der gleichen Idee austricksen kann, Ihn aus der Begrenzung des Rings zu schmeißen, (Anm. Spiderman schleudert so manchen Gegner binnen 6 Sekunden aus dem Ring) kann man nicht wirklich von ausgeglichenen Kontrahenten reden...

Gameplay:
Was passiert, wenn das Releasedatum näher rückt, das Weihnachtsgeschäft im Nacken sitzt und auch der Publisher keine weiteren Verzögerungen sehen möchte. Es wird geschlampt und diese Nebeneffekte dürfen die Spieler spüren. Die Steuerung des Spiels hätte die Qualitätssicherung noch einige Wochen in Retour schicken sollen. Denn was hier geboten wird, ist nicht wirklich das gelbe vom Ei. Der Autofokus auf den Gegner funktioniert mehr als mäßig und auch sonst sind die Grundbewegungen nicht sehr flüssig. Wenn erneut eine Superattacke den Gegner verfehlt weil man gegen eine Wand geschaut hat, kommt PSP-Wandwurf-Frust auf. Bei einem 200€+ Gerät sollte man sich diese Handlung jedoch zweimal überlegen. Doch man muss die PSP-Version doch noch loben, denn der Spielfluss ist weitaus besser als bei der vermurksten Konsolenversion.

Grafik:
Optisch macht das Spiel eine recht gute Figur. Auf den Screenshots bekommt man aber nur die halbe Wahrheit geboten. Clippingfehler beim Aufheben von Objekten gehören zum Alltag. Wenn ein hochgehobenes Auto kurzzeitig Transparent wird, liegt das leider an der Programmierung des Spiels und nicht an den "Röntgenaugen" der Superhelden. Die Lichteffekte und Explosionen sind eindeutig besser gelungen als die Umgebungstexturen, die manchmal recht trist sind. Dafür sind die Level mit vielen Details ausgestattet. Hier bewegt man sich eher auf dem üblichen Mittelmaß.


Sound:



Die akkustische Unterstützung des Spiels kann auch nicht wirklich vom Hocker reißen. Zwar ist die Musik recht stimmungsvoll, doch die Sounds kommen eher dumpf und unrealistisch rüber. Auch hier versinkt das Spiel in der Mittelmäßigkeit.

Features und Besonderheiten:
Man bekommt sein gewisses Pensum an Marvel-Helden, dazu die neuen „Imperfects“. Im Multiplayermodus, kann das Spiel noch ein wenig mehr überzeugen, da die Gegner dann weitaus unberechenbarer sind.


Fazit:
Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects trägt leider den Namen zurecht. Das Spiel ist einfach zu unperfekt und hätte noch einiges an Entwicklungszeit benötigt. Die Grundidee ist gar nicht so übel, doch an der Umsetzung ist man gescheitert. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler aus ihren Fehlern lernen. Denn wie man EA kennt, dürfte dies bestimmt nicht die einzige Episode des Spiels darstellen. Doch bei der Qualität des Spiels, sollte man sich dreimal überlegen, warum EA die Nintendo DS Version des Spiels nicht einmal mehr auf Europa losgelassen hat. Sogar manch Hardcorefan, wird sich mit diesem Titel weniger anfreunden können. Schade eigentlich...

Kevin Jensen [Iceman] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Das Qualitätsmanagement hat hier wohl geschlafen…
GRAFIK
6 von 10
Eigentlich eine gute Optik, leider zu viele Clippingfehler.
SOUND
5 von 10
Auch hier nur Mittelmaß.
FEATURES
7 von 10
Zahlreiche Charaktere, Bildergalerien, Umgebungen, etc.
MULTIPLAYER
7 von 10
Eindeutig besser als der Singleplayermodus.
GESAMT-
WERTUNG:
64%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Kurze Ladezeiten, angenehme Fightlänge. Für unterwegs recht gut geeignet."







Details
Spielname:
Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
THQ

Genre:
Action Adventure

Release:
13.10.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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