powered by 4Players.de PortableGaming Netzwerk Gameboy Advance  ·  Nintendo DS  ·  iPhone / iPod  ·  Nokia N-GAGE  ·  Sony PSP  ·  Portablegaming (Forum)
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Iron Man


  • Testbericht
  • Screenshots (5)
  • News & Videos (3)
  • User (6)
  • Spiel Kaufen
Iron Man Review vom 08.01.2009

Spätestens seit dem Kinoerfolg von Spider-Man machen auch andere Helden aus dem Marvel-Unversen die Leinwandsäle unsicher. Während der grimmig-grüne Hulk sein nunmehr zweites Schauspiel im „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“-Style abzieht, sorgte erst kürzlich Tony Stark aka Iron Man für aufsehen unter den Multimillionären. Egal ob Mutant oder Manager, eines haben die Marvel-Helden gemeinsam: Die Versoftungen der Leinwandableger übernimmt die Traditionsschmiede Sega. Wir haben uns die aktuellen Vertreter genauer angeschaut und verraten euch, ob sich eher der Griff zur DVD oder der Weg „Aus der Packung in den UMD-Schacht“ lohnt.

Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist.
Erstmals übernahm Marvel Enterprises eigenständig die Produktion einer Comicverfilmung und wurde lediglich von Filmstudios wie New Line Cinema und Paramount Pictures unterstützt. Regisseur und Schauspieler Jon Favreau hatte seinen Erstkontakt mit dem Marvel-Universum im Film „Daredevil“. In Iron Man legte er den Fokus auf die Charakterbildung, die bis ins kleinste Detail die Eigenschaften und persönliche Einstellung von Protagonist Tony Stark (gespielt von Robert Downey Jr.) darstellt.

Im Spiel hingegen wird weniger erzählt und mehr mit schussfreudigen Argumenten um sich geworfen. Getreu dem Motto: „Ballern was das Zeug hält“, schlüpft der Spieler in die Rolle des stählernen Helden, nutzt den Analogstick als 360°-Schußmodul und feuert auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Storyelemente aus dem Film werden durch bebilderte Comicsequenzen angerissen, aber lassen noch viel Raum für Perfektion. Zumindest hat Sega zum Teil das Modul mit Sprachausgabe bestückt, was eine gewisse Atmosphäre bringt und ein wenig vom müden Baller-Alltag ablenkt.

Wenn sie zu anderen Planeten reisen wollen, sollten wir die Lebenserhaltung überarbeiten.
Filmversoftungen haben immer einen bitteren Beigeschmack: Zum einen bietet die Vorlage viel Potential und Iron Man hat dies garantieret, doch zum anderen ist die Entwicklungszeit unter aller Kanone und im Endeffekt bleibt ein überhastet entwickeltes Spiel mit wenig Tiefe. So ist es auch bei dieser Marvel-Umsetzung: Ein komplexer Charakter wird reduziert auf seine Feuerwaffen und so heißt es Stunde um Stunde: Ballern was da Zeug hält. Mit dem Stylus in der Hand darf man Projektteile durch die Gegend schleudern und seine Feinde Blei, Laserstrahlen und Raketen schlucken lassen, während man zeitgleich mit dem Steuerkreuz den Protagonisten lenkt. Multitasking ist angesagt und hat man das System einmal raus, lässt sich Ironman einfacher steuern als ein doppeltürmiger Panzer.

Doch wie genau sieht ein Tag im Leben des Ironmans aus? - Hals über Kopf stürzt man sich in die nächste Mission und findet sich in einem frei zugänglichen Pseudo-3D-Areal wieder. Und scheinbar haben die Entwickler auch beim „Mann aus Stahl“ abgeschaut und lassen Tony im High-Tech-Anzug weitestgehend durch die Lüfte schweben. Mit dem Analogstick im Anschlag heißt es nun, die Schuss- und Flugrichtung zu bestimmen und sowohl stationäre als auch herannahende Gegner auszuschalten. Größere Hindernisse wird man nicht erwarten können, denn meist gilt es nur, bestimmte Stellungen abzuschießen, Convoys abzufangen oder eigene Einrichtungen zu verteidigen.

Jede Mission ist nach dem gleichen Schema-F gestrickt. Zerstöre dies, beschütze das, und so weiter und so fort. Nach dem erfolgreichen Abschluss wird man mit Erfahrungspunkten belohnt und kann nach und nach Ironmans Attribute aufpeppen. Ein wenig Extraschub hier, ein wenig Waffenpower da und mit ein paar geschickten Schraubenschlüsseldrehern ist auch der persönliche Schild aufgerüstet. An sich eine gute Sache, da das Streben nach Perfektion in den Genen des Menschens liegt. Leider bringt es nichts, wenn das eigentliche Spiel vor Monotonie nur so strotzt. Ballern in der Luft und Bodenmissionen; nach einem ausgedehnten Nachmittagsgeplänkel ist das Ganze schon vorbei und Ironman hat die letzte Zeit im UMD-Schacht der PSP verweilt...

Gameplay:
Mit dem Analogstick fest im Griff zielt man auf seine Gegner. Dabei kann Ironman in jede Himmelsrichtung ballern und wird zeitlich via Steuerkreuz durch die Lüfte gelenkt. Während Bodenmissionen sieht es nicht anders aus, nur das der stählerne Held durch Gebäude stapft. Viel falsch machen konnten die Entwickler nicht, da die Steuerung leicht verständlich und schnell erlernt ist. Ein paar Kreise hier und ein paar Kringel da, schon ballert der Held in schimmernder Rüstung in alle Richtungen.

Grafik:
So eintönig das Spielprinzp, so eintönig auch die Landschaftsgrafiken und das Leveldesign. Freie Beweglichkeit und schier unbegrenzte Möglichkeiten, aber in Realität steht man meist nur vor einem Polygon-Wald bei dem man vor lauter langweiliger Sprites die Bäume nicht mehr sieht. Zwar ist es schön, dass die Entwickler eine flüssige 3D-Engine auf die Beine gestellt haben, doch viel mehr darf man nicht erwarten.

Sound:
Bis zur Eintönigkeit und noch viel weiter! Wenn über 99% des Spielverlaufs nur geballert wird, dann darf man auch nicht viel Abwechslung in Sachen Sounds erwarten. Krach, Wumm, Peng. Da geht man lieber schnell in Deckung und betätigt ohrenbetäubt den Lautstärkeregler.

Features und Besonderheiten:
Die Spieldauer ist knapp bemessen und nur durch den harten Schwierigkeitsgrad wett gemacht. Wer auf „normal“ spielt, wird schon etwas Können unter Beweis stellen müssen, hat aber dennoch die Möglichkeit, das Spiel an einem ausgedehnten Nachmittag durchzuspielen. Aus, Schluss und vorbei, danach wird man Ironman so schnell nicht wieder im UMD-Schacht vorfinden, denn extravagante Goodies, die den Wiederspielwert steigern sollen, wurden nicht mit ins Spiel integriert. Zumindest bietet die PSP-Version einige Cutscenes, die ansehnlich sind.

Fazit:
Auch bei „Iron Man“ hat man es mit einem typischen Vertreter des ach so gefürchteten „Lizenztitels“ zu tun. Film kommt, Lizenz wird gekauft und die Entwickler sollen spätestens vorgestern die Entwicklung abgeschlossen haben. Die Mischung aus Freelance-R-Type und Pseudo-Rollenspiel mag kurzweilig Freude bereiten, kommt aber nicht an die Klasse von originellen und einzigartigen PSP-Ablegern heran. Hat man die ersten vier Level gesehen, weiß man, was noch auf einen zu kommt und die Motivation sinkt schnell ins Bodenlose. Selbst Film- und Gerne-Fans haben sich hier schnell satt gesehen und das Motto greift: „Es ist nicht alles Gold-Rot, was glänzt.“ Und hier hat es den Anschein, dass schon etwas Rost unter der Haube hervorkommt.

Ist die Frau mit den eisernen Nerven: Elisabeth Grunert für PlanetDS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
360° Grad Balleraction, dank Analogstick und Steuerkreuz.
GRAFIK
6 von 10
3D-Polygone der tristen Sorte. Farblos, lieblos und unspektakulär.
SOUND
6 von 10
Monotone Klänge soweit das Gehör reicht.
FEATURES
6 von 10
Ein paar freischaltbare Gimmicks und Attribute. Kurzweiligkeit ist vorprogrammiert.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht bewertet.
GESAMT-
WERTUNG:
57%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Mäßige Ladezeiten sorgen für Unmut"






Details
Spielname:
Iron Man

Publisher:
Sega

Developer:


Genre:
Action Adventure

Release:
nicht bekannt

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop

USA / Japan Importe:
Uncut Version