Tom Clancy´s Ghost Recon Advanced Warfighter 2
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Tom Clancy´s Ghost Recon Advanced Warfighter 2
Review vom 11.11.2007
Oh brother, where are you?
Es gibt Spiele, die gibt's gar nicht. Die hauen einen um, nehmen einen mit und spucken einen erst dann wieder aus, wenn man wirklich alle unverdaulichen Reste zu sich genommen und mindestens fünfmal umgedreht hat. Ghost Recon Advanced Warfighter für Playstation 3 und Xbox 360 ist so ein Spiel. Geniale Grafik, tolles Gameplay und Atmosphäre, knallharte Action. So wie z.B. auch Rainbow Six – Vegas für die beiden NextGen-Konsolen. Im Gegensatz zur PSP-Variante. Die spielte zwar auch in der Stadt der Sünden, war aber dermaßen abgespeckt, dass von dem ursprünglichen Gerüst gerade einmal der Knochen übrig blieb. Ähnlich ist es Ghost Recon Advanced Warfighter 2 ergangen.
Eigentlich ist die Idee gut: Man nimmt die kleine, technisch schwächere Handheldkonsole und zimmert die Zwischengeschichte von Teil 1 und 2 in ein feines Shooterchen, das der „Ghost Recon“-Reihe alle Ehre macht. Sprich: Das einen mit einem Team spielen lässt und Stealth (Schleichen) und Taktik benötigt. Nicht umsonst spricht man bei den „Tom Clancy“-Spielen von Tactic Shootern. Dass man das alles aber auch falsch machen kann, zeigt uns Ubisoft. Schon Rainbow Six – Vegas musste auf Grund des fehlenden Anspruches und der schwachen Umsetzung Federn lassen, bei den Ghosts ist das noch viel schlimmer. Denn mit Geistern hat die PSP-Fassung noch weniger zu tun als Elvis mit Luigis Mansion.
Stattdessen ist der Spieler von Anfang an alleine. Mitchell, die Hauptfigur der „großen Versionen", stürzt ab und muss sich durch den Dschungel schlagen, um am Ende wie immer die Welt zu retten. Zwischensequenzen, wie eventuell den Absturz, sucht man vergebens. Stattdessen startet man nach einem Textfenster im Wald und glaubt wirklich, da drin zu stehen. Keine Stealth-Action, keine Taktik: Rambo ist am Zug. Dank Zielerfassung und eigentlich nie ausgehender Munition hat man leichtes Spiel mit den Terris. Die sind zudem dämlicher als ein Brotkasten und laufen grundsätzlich ohne jede Deckung durch die Gegend. Wenn man mal stirbt, dann nur, weil man sich auf Grund der Steuerung mal wieder selbst in die Luft gesprengt hat. Tut man das nicht, sondern verletzt man sich nur schwer, dann bekommt der Master Chief aus Halo (1, 2, 3) seinen Gastauftritt. Einfach ein wenig warten und Mitchells Gesundheit lädt sich automatisch wieder auf (dargestellt durch einen „äußerst genauen“ Farbbalken). Wahnsinn, was die Amis alles für Sachen entwickeln, jetzt also sogar schon Schutzschilder für die Ghost-Truppe.
Und so ballert man sich von Mission zu Mission; dank der Navi-Punkte weiß man immer genau, wo man hin muss, so dass „Linearität" fast schon eine Untertreibung darstellt. Es mag einfach kein Spaß aufkommen bei der dazu noch recht nebligen Terroristenhatz. Gehe dorthin, sprenge das da, beschützen den und den – das alles macht ein SOCOM (2) um Längen besser – und sieht dabei auch noch besser aus!
Gameplay:
Wer Rainbow Six – Vegas gespielt hat, wird sich, was die Steuerung angeht, gleich heimisch fühlen. Eigentlich bleibt den Entwicklern von Action-orientierten Shootern keine andere Möglichkeit, als die Bewegungsabläufe auf den Analog-Stick und die rechten Tasten zu legen. Für weitere Extras ist das Digi-Pad ziemlich dick belegt, mit Sonden, Feuerraten und ähnlichen Dingen, die man als Spezial-Agent der Regierung so braucht. Im Eifer des Gefechts nutzt man diese sowieso nicht und verlässt sich eher auf rohe Gewalt. Schon allein, wenn man versucht, einen fahrenden Laster zu sprengen, nur um danach wieder zur normalen Waffe zu wechseln – nein, Mitchell, nicht hinknien, aus, wieder in Lauerstellung, so ist es brav! – das kann alles recht lange dauern. Mit dem Raketenwerfer, der aus praktischen, im Dschungel rumstehenden Boxen geborgen werden kann, geht das alles viel einfacher.
Grafik:
Kennt der Leser noch den Begriff „Nebel 64“? Dieser nicht zu unrecht für das Nintendo 64 gewählte Spottbegriff trifft bei Ghost Recon / PSP den Nagel auf den Kopf. Und das alles, um einen flüssigen Ablauf garantieren zu können. Im Vergleich mit Spielen wie Medal of Honor hat der Ubisoft-Shooter eindeutig die schlechteren Karten, lief dieser doch mit mehr Details und Gegnern deutlich besser und vor allem hübscher!
Die Gegnermodelle sind recht gut gelungen, ansonsten läuft man durch einen links und rechts durch Pixel beschränkten Urwald, schaut sich hässliche Hütten an und fragt sich, warum andere Games das besser hinbekommen. Aber flüssig, das ist es!
Sound:
Hier punktet Ghost Recon endlich mal richtig. Typisch für „Tom Clancy“-Spiele hat man in den Menüs einen tollen Soundtrack und auch die Sprachausgabe von Mitchell, der vom Denzel Washington-Synchronsprecher Leon Boden vertont wird, tun ihr übriges für eine dichte Atmosphäre. Im Dschungel ist es zwar etwas leise und die Gegner brüllen immer dasselbe, aber insgesamt erhält man einen ausgezeichneten Eindruck.
Features und Besonderheiten:
Es gibt ihn, den Multiplayermodus. Klar, was wäre ein Shooter auf der PSP ohne diesen? Wieder muss der Vergleich mit Medal of Honor herhalten, wo bis zu 32 Kämpfer möglich sind. Schafft dieses Kunststück auch der Ubisoft-Ballerer? Absolut nicht, denn der einzige Multiplayer, der existiert, ist ein Kooperativer Modus, in dem man gemeinsam böse Terroristen durch die bekannten Level jagt. Ein normaler Spieler gegen Spieler-Modus ist nicht vorhanden, stattdessen kann man nur gemeinsam auf die Pirsch gehen. Online-Modus? Fehlanzeige.
Fazit:
Was bleibt, ist die Enttäuschung. „Ghost Recon Advanced Warfighter 2“ ist auf der PSP nur noch ein großer Name. Vom Taktik-Shooter ist lediglich die Hülle geblieben, in dem man sich alleine auf die Socken macht. Hat man Anfangs noch Spaß am Rambo-Spielen, machen einem der viel zu einfache Schwierigkeitsgrad und der mangelhafte Multiplayer die Suppe mehr als salzig. Fans werden sich abwenden und Hungrige auf der Suche nach Shooter-Futter nach kurzem Anspielen sagen: Dieser Ghost ist schon lange tot.
Eine seiner schwersten Missionen: Christian Nork [Trunx] für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Typische, leider leicht überladene Shooter-Steuerung. |
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GRAFIK
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Viel Nebel und wenige Details, dafür flüssig. |
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SOUND
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Sehr gute Synchronisierung und Musik. |
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FEATURES
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Mehrere Schwierigkeitsgrade und verschiedene Waffen. |
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MULTIPLAYER
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Kein Online-Modus und für einen Shooter lächerlich. |
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GESAMT-
WERTUNG:
59%
Mobilitätsfaktor: [6 /10] "Recht ordentliche Ladezeiten, aber recht düster und dank des Nebels unübersichtlich."
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Details
Spielname:
Tom Clancy´s Ghost Recon Advanced Warfighter 2
Publisher:
Ubisoft
Developer:
Red Storm Entertainment
Genre:
Shooter
Release:
erschienen
Multiplayer:
ja
Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (15)
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USA / Japan Importe:
Uncut Version
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