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UMD-Test vom 05.04.2007

Casino Royale

Man kennt seine Nummer, seinen Namen und seine Taten - aber seinen neuen Darsteller bis 2006 noch nicht. Daniel Craig spaltete weltweit die Medien und Fans: Ein blonder Bond? Unmöglich! Zurück zu den Wurzeln? Im Zeitalter von xXx und Mission:Impossible kaum vorstellbar. Dann das Unglaubliche: Der neue Bond ist besser als der Alte. Und vor allem erfolgreicher!

Mission Nr. 21 gestaltet sich für den frischgebackenen 00-Agenten mit der Lizenz zum Töten zunächst kompliziert. Regisseur Martin Campbell, der bereits "Goldeneye" inszenierte, ließ James Bond einige waghalsige Stunts absolvieren, für die sich ein Gentleman wie Roger Moore oder Pierce Brosnan eindeutig zu fein gewesen wären.
Nach einer haarsträubenden Verfolgungsjagd über eine Baustelle in Madagaskar, in der Free Running-Erfinder Sébastien Foucan sein Talent zur Schau stellen durfte, geht es wie gewohnt an exotische Schauplätze. Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist angesagt, und Bond hat einen gerissenen Gegner: Le Chiffre, den skrupellosen Verwalter des weltweit größten Terroristen-Kapitals. Um seine eigene Kasse aufzubessern lässt er Anschläge auf Großziele unternehmen, um beim anschließenden Börsenkrach kräftig abzusahnen. Bond macht ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und Le Chiffre sieht sich gezwungen, in der Spielbank Casino Royal in Monte Negro ein Pokerspiel zu veranstalten, um das Geld zurück in seine Kassen zu spülen. Klar, dass Bond als bester Spieler des MI6 mit von der Partie ist und für mächtig Wirbel sorgt. Am Ende lernt der Neu-Agent schließlich seine wichtigste Regel: Vertraue Niemandem. Und: James Bond will return. Als Daniel Craig!

Auch wenn die harten Folterszenen für die FSK 12-Freigabe international geschnitten wurden: Der neue Bond ist deutlich brutaler und skrupelloser als seine Vorgänger. Den berühmten Lazenby-Spruch "Dem Anderen wäre das nicht passiert", als ihm die Frau in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" davonfährt, wird man von Craig niemals zu hören bekommen. Stattdessen beschränken sich die Drehbuchautoren auf geschickte Wortspiele und Andeutungen an die Vorgänger (die Martini-Szene ist zum Brüllen komisch). Und auch sonst wirkt der Film, bis auf ein paar Längen gegen Ende, wie aus einem Guss. Erstklassige Szenen wie der Anfang, das dramatische Poker-Spiel, sowie die Unterhaltung zwischen Bond-Girl Eva Green und dem gut aussehendem Agenten, stellen die Weichen für eine neue Ära.

Vermisst werden einzig und allein Miss Moneypenny und Q, wobei letzterer im Original-Roman von Ian Flemming ebenfalls nicht vorkam. Auf die typischen Bond-Gadgets wurde ebenfalls größtenteils verzichtet, nur den Taschendefibrillator im Handschuhfach wird man hier vorfinden können.

Die schauspielerische Leistung des Films ist ausgezeichnet. Craig gibt Bond seine animalische Härte zurück. Wo der Mann hinhaut, da weiß man: Hier wächst kein Gras mehr. Trotzdem kann er auch in den weicheren Szenen überzeugen und macht so aus den Liebessequenzen mit Eva Green als Vesper Lynd keine neue "Episode 2" draus, auch wenn in der zweiten Hälfte des Films sogar einmal an der selben Location gefilmt wurde, in der Anakin und Amidala sich das Ja-Wort gaben.
Eva Green, die erstmals in Bernardo Bertoluccis "Die Träumer" auffiel, und die schon mit Gladiator-Regisseur Ridley Scott gearbeitet hatte, nimmt man die Rolle als Biest, dass sich Anfangs gegen den Bond-Charme sträubt, ohne Probleme ab. Die Szene in der Dusche, als sie verzweifelt versucht, das Erlebte zu Verarbeiten, gibt auch dem Zuschauer Gelegenheit, bei all der Action einmal durchzuatmen.
Der Däne Mads Mikkelsen, der Le Chiffre als eiskalten BWLer darstellt, kommt in seiner Rolle dagegen leider etwas zu kurz und muss auch einen Bond-untypisch unspektakulären Tod sterben, der neue Fragen aufwirft, die in Teil 22 jedoch geklärt werden sollen. Der Kinostart für dieses Spektakel ist übrigens für den 13. November 2008 geplant.

Technik und Features:
Technik
Casino Royal ist wahrscheinlich der erste Film, der gleichzeitig auf drei Medien in die Läden kommt. Ob als BluRay, DVD oder UMD, irgendeine Fassung sollte man auf jeden Fall besitzen. Die Umsetzung für die PSP kann, ebenfalls wie die DVD, mit einem ausgezeichneten Bild aufwarten, das extra angepasst wurde, damit man keine schwarzen Balken Oben und Unten hat.
Der Sound klingt glasklar aus den Kopfhörern, nur ohne die Klangverstärker ist das Vergnügen wie immer eher mau und viel zu leise. Warum man nicht wie bei Transporter 2 auf Headphone-Surround zurückgriff, werden aber nur die Sound-Abmischer von Sony wissen.

Extras vermisst man natürlich, was angesichts von über zwei Stunden Spielzeit kein Wunder ist. Wie schon bei Da Vinci Code musste deswegen auch die Tonspur etwas drunter "leiden", weswegen nur Englisch und Deutsch verfügbar sind. Auch bei den Untertiteln wurde geknausert, aber immerhin gibt's Englisch, Deutsch und Türkisch.

Fazit:
Bond is back. Und wie! Mit dem fulminanten Casino Royal meldet sich der erfolgreichste Geheimagent aller Zeiten gekonnt im 21. Jahrhundert an. Daniel Craig ist die perfekte Verkörperung des neuen Zeitgeistes, der jetzt durch das Projekt Bond weht: Außen stahlhart, Innen aber noch formbar und verletzlich.
Auch wenn die Story in manchen Teilen etwas hinkt und man den Film vielleicht 20 Minuten hätte kürzen können: Man will mehr von diesem Mann, dieser Welt und diesen Geschichten und man darf gespannt sein, was uns 2008 erwartet.
Wer den Film im Kino verpasst hat, der sollte sich aber auf jeden Fall zunächst einmal die "große" Version auf DVD besorgen und mit richtiger Heimkino-Atmosphäre anschauen. Bond-Fans, die ihren Helden immer und überall dabei haben wollen, können sich gern die UMD zulegen. Qualitativ ist sie ein absolut hochwertiges Produkt, was Bild und Ton angeht. Perfekt.



INHALT
Erstklassige Aktion mit einem überzeugendem, neuen Bond.
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Keine Extras, was angesichts der Filmlänge und der Bildqualität in Ordnung geht.
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony

Regisseur:
Martin Campbell

Schauspieler:
Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Judi Dench, Caterina Murino, Jeffrey Wright, Giancarlo Giannini, Ivana Milicevic,

Länge:
160 Min.

Sprachen:
Deutsch, Englisch

Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch

Genre:
Aktion

Release:
01.1Q.2007 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


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