PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

UMD-Test vom 25.03.2007

The Da Vinci Code - Sakrileg

"Es gibt nur einen Gott, widewidewitt, und der hat Hörner..."
Die Suche nach dem heiligen Gral beschäftigt Filmschaffende so langsam wirklich schon einen ganzen Kreuzzug lang. Um kaum ein anderes Objekt der abendländischen Kultur ranken sich mehr Legenden, Theorien und Hirngespinste. Für die Einen ist der Gral ein Kelch, mit dem das Blut Christi aufgesammelt wurde, dargestellt in Filmen wie Indiana Jones oder Die Ritter der Kokosnuss ("Und hört auf mit diesem "Oh Gott", ich kann den Scheiß nicht mehr hören..."). Für die Anderen ist der "Kelch Gottes" ein Hinweis auf die Blutlinie von Jesus von Nazareth, dessen Ahnen von der Kirche bis heute nicht als real angesehen werden.

Letztere Theorie ist auch das Thema von "Der DaVinci Code - Sakrileg", der ersten Verfilmung eines Romans von Dan Brown. Dank des Marketinggeschreis rund um den Sony-Film verkaufte sich das Buch, das bereits ein Bestseller war (und weswegen man es dem inhaltlich besseren Vorgänger vorzog), noch einmal so gut und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis "Iluminati" in die Lichtspielhäuser kommt.

Die Story ist weniger abenteuerlich als die eines Indiana Jones-Films: Der amerikanische Symbologe Robert Langdon (gespielt von Tom Hanks), die Fachkraft überhaupt, wenn es um das Entschlüsseln von Zeichen geht, wird bei einer Bücherreise in Paris von der Polizei zu einem grausigen Mord herangezogen. Anstatt jedoch auf sein Expertenwissen zu setzen, will ihn die örtliche Behörde gleich als Täter festnageln. Nur mit Hilfe der Kryptologin Sophie (Audrey Tautou), der Enkelin des Opfers, gelingt ihm die Flucht. Dabei verfolgen die beiden die Hinweise, die der Verstorbene hinterlassen hat, und machen sich auf die Reise quer durch Europa, um dem Geheimnis von DaVinci und der Kirche auf die Spur zu kommen.

Viele werden den Film bereits im Kino verfolgt haben und auch auf der UMD machen die 149 Minuten eine gute Figur. Ian McKellen (der Gandalf aus Herr der Ringe) zeigt dabei wieder seine schauspielerischen Kabinettstückchen und spielt sogar den zweimaligen Oscar-Preisträger Hanks locker an die Wand.
Abstriche muss man dagegen bei der Darstellung des bösen Widersachers machen: Alfred Molina, der in Spider-Man 2 und Chocolat noch kongeniale Schurken mit Herz darstellte, wirkt hölzern und in seiner Rolle eher unpassend. Da überzeugt der bleiche Mönch von Opus Dei eher, der sich selbst geiselt und furchtbare Taten gegen den eigenen Körper anstellt. So richtig Böse wird aber eigentlich nie jemand, zumindest nicht den Helden gegenüber. Und das ist auch das Problem des Films: Fast alle Probleme lösen sich von selbst auf, richtig in Gefahr geraden Langdon und Sophie eigentlich nie. Das langweilte bereits im Kino und deckt auch bei der UMD zahlreiche Schwachstellen im Plot auf, die man im Buch vergeblich suchte.

Wenn am Ende alle Rätsel gelöst, alle Bösewichter tot und Langdon und Sophie endlich schlauer sind, fragt man sich doch, wofür der Film überhaupt den etwas dusseligen Wissenschaftler aus Übersee gebraucht hat. Werden die meisten Rätsel doch von der adretten Französin gemeistert, die schon in "Die fabelhafte Welt der Amelie" ihren Charme durch die Rehaugen versprühte.

Technik und Features:
Bei 149 Minuten Film im Vollbild ohne Balken ist von Vorne herein klar, dass man bei der Ausstattung abstriche machen muss. So kommt "Der Da Vinci Code" nur mit zwei Tonspuren aus, Englisch und Deutsch. Wie üblich ist die englische Version deutlich besser abgemischt und lauter, was besonders in lärmender Umgebung nützlich ist. Außerdem klingen die Akzente der verschiedenen Figuren im Original um einiges besser als die der deutschen Übersetzung.

Das Bild ist, Thema bedingt, etwas dunkler, als es der PSP an hellen Tagen gut tut. Darum hier wie üblich die Empfehlung: Ab ins finstere Loch und 149 Minuten lang die Kopfhörer auf die Ohren. Dann klappts auch mit dem glasklaren Ton.

Fazit:
Mit "Der Da Vinci Code" hat Regisseur Ron Howard eine Buchumsetzung geschaffen, bei der man in fast jeder Einstellung das Umblättern der Seiten beinahe hören kann. Vielleicht ist das der Grund, warum "Sakrileg" nie so recht überzeugen kann: Es fehlen eigene Ideen, richtig packende Handlungsstränge und vor allem echte Gefahren. Wenn am Ende der Gral gefunden wurde (soviel sei verraten), dann sagt man sich "Hey, das hätte ich auch gepackt!". Richtige Helden sind es, die der Film vermissen lässt.
Technisch ist man inzwischen firm, was die UMD-Filme angeht. Guter Ton und ein scharfes Bild sind Standard. Extras bei dieser Länge und von Sony? Fehlanzeige. Kaufempfehlung? Wenn man ein Fan ist. Sonst reicht einmal Ansehen.

Christian Nork für PlaystationPortable.de



INHALT
Spannung, ohne wirklich spannend zu sein.
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Dunkel wie so oft, aber guter Ton.
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony Pictures Home Entertainment

Regisseur:
Ron Howard

Schauspieler:
Tom Hanks, Audrey Tautou, Ian McKellen, Jean Reno

Länge:
149 Minuten

Sprachen:
Stereo (Deutsch, Englisch)

Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch

Genre:
Thriller

Release:
08.12.2006 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


Jetzt Bestellen:
amazon
Zum Shop