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UMD-Test vom 10.08.2006

Hollowman 2

„Aus großer Macht wächst große Verantwortung“ - wer denkt, dieses Zitat aus dem ersten Teil der Verfilmung zu „Spiderman“ trifft nur auf Peter Parker zu, der hat sich gewaltig geirrt. Wer hat nicht schon mehr als einmal daran gedacht, komplett unsichtbar zu sein? Menschen zu beobachten, ohne selbst gesehen zu werden? Dinge ohne Konsequenzen tun zu können?

Schon der erste Teil von „Hollow Man“ mit dem gleichnamigem Titel stellte sich diesen Fragen und überzeugte durch eine Mischung aus Horror, Zukunftsmusik und einer Portion Thriller. Der nun mehr zweite Teil dieser Saga wird in kürze auf UMD für Sonys kleines schwarzes erscheinen – kritischen Blicken musste der Film allerdings schon eher standhalten. Kurz um: todesmutig haben wir für euch den Film bereits angeschaut und wurden dabei in gruselige und teils grauenvolle Abgründe geschickt.

Auf einer Party kommt ein Wissenschaftler auf mysteriöse Art und Weise ums Leben – schnell steht fest, dass es sich hierbei um grausamen Mord handeln muss. Kurzerhand wird der umstrittene Agent Frank Turner (Peter Facinelli) auf den Fall angesetzt. Schnell wird klar, dass es sich hierbei keinesfalls um einen „gewöhnlichen“ Mord handelt – niemand hat den Täter, oder überhaupt einen Verdächtigen zu Gesicht bekommen. Um den Mörder in eine Falle zu locken, bittet die attraktive Biologin Maggi Dalton Detective Turner und seine Partnerin kurzer hand unter falschem Vorwand um Schutz. Als Turner´s Partnerin jedoch in Maggi´s Haus völlig überraschend und scheinbar aus dem Nichts attackiert und dabei getötet wird und das Gebäude urplötzlich von Soldaten umstellt ist erkennt Frank, dass mehr hinter der Sache stecken muss – wesentlich mehr. Nach einer spektakulären Flucht aus dem Anwesen über mehrere Blocks hinweg kommt es zur großen Aussprache zwischen den beiden und Maggi weiht Turner in die ganze Angelegenheit ein. Nach einem missglückten Experiment mit dem Kriegsveteranen Michael Griffin (Christian Slater) wurde dieser nach dem gewünschten Effekt, nämlich unsichtbar zu werden, auch noch sterbenskrank – Sonnenstrahlen durchdringen seinen Körper und lassen dadurch seine Zellen absterben. Wie von Sinnen und nach der Erkentniss früher oder später sowieso zu sterben, tötet Griffin scheinbar wahllos Menschen auf grausame Weise und hat es dabei auch auf Maggi abgesehen – sie ist die einzige, die das rettende Serum mit dem klangvollen Namen „Puffer“ zusammenbrauen und verabreichen kann. Nach genauen Recherchen zum Experiment kommt heraus, dass führende Wissenschaftler und Militärs, welche mit dem Projekt zu tun hatten, scheinbar durch große Zufälle ums Leben kamen – gehen diese Morde auf Griffin´s Konto?

Während Frank und Maggi darum kämpfen, den verrückt gewordenen Michael endlich aus dem Verkehr zu ziehen, verfolgen andere Kräfte ganz andere Interessen – Griffin soll zurück in das Experiment geholt werden, mit dem Ziel, einen unsichtbaren Übersoldaten zu schaffen. Doch dieser stellt sich alles andere als dumm an – bis „Ende“ über den Bildschirm flattert, wird der interessierte Zuschauer einen äußerst blutigen und brutalen Pfad hinter sich gelassen haben.

Ingesamt wirkt „Hollow Man2“ wie ein zweischneidiges Schwert. Die Idee des unsichtbaren Mannes, der tun und lassen kann was er will ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen ist alles in allem sehr reizvoll. Trotzdem mangelt es an der Umsetzung. Im Gegensatz zum ersten Teil hat man auf eine mehr oder weniger ausführliche Geschichte verzichtet. Die „Spannungskurve“, welche bereits den Reiz des ersten Teils ausmachte und der langsame, aber steigende moralische Verfall der „Testperson“ wurden im zweiten Teil leider gänzlich entfernt. Dieses interessante Schauspiel musste einem eher dumpfen, unausgekleidetem Horror/Sci Fi Spektakel weichen, welches bereits in den ersten, wenigen Minuten auf des Pudels Kern kommt. Zwar wird technisch für einige, spannende Momente mit der Unsichtbarkeit des Hollow Man gesorgt und damit gespielt, diese erinnern aber eher an ein wenig inspiriertes aneinanderreihen von Horrorszenen mit übermäßig viel Blutfluss. Jediglich das Ende des Films wird „Hollow Man“ in vollem Umfang gerecht und regt noch einmal zum schmunzeln an – zumindest kurzfristig.

Technik und Features:
Technisch gesehen kommt „Hollow Man2“ nicht selten mit hässlichen Bewegungsunschärfen und zwei dicken, schwarzen Balken daher. Während die Balken durchaus vertretbar sind, sorgen die ungewollten Unschärfen nicht selten für schmerzende Augen. In Sachen Vertonung hingegen stimmt alles – satte, volle Klänge umschmeicheln das Gehör. Trotzdem – Kopfhörer sowie eine eingestellte Lautstärke von +2 ist hier absolute Pflicht. Ein nett animiertes Menü sorgt abschließend für die richtige Stimmung.

Fazit:
Seichte Unterhaltung ohne viel Anspruch für zwischendurch – so könnte man den zweiten Teil von „Hollow Man“ wohl am Besten charakterisieren. Die Linien zwischen gut und böse sind klar gezogen und der Film an sich sorgt für wenige Überraschungen. Auf eine kleine „Einführung“ für Neulinge im Genre wurde leider komplett verzichtet – entweder man kennt den „Hollow Man“, oder man kennt ihn eben nicht. Noch etwas zum Thema „kennt ihn eben nicht“ – Gesetz dem Fall, dass es so ein sollte, hat man hier wirklich nicht sehr viel verpasst.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony Pictures Home Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



INHALT
Etwas stumpfes Horrorszenario ohne große Höhen oder Tiefen, aber mit einigen Schreckmomenten.
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Viele, ungewollte Bewegungsunschärfen mit zwei schwarzen Balken, guter Tonkulisse in einem hübsch animierten Menü.
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony Pictures Home Entertainment

Regisseur:
Claudio Fäh

Schauspieler:
Christian Slater, David McIlwraith, Jessica Harmon...

Länge:
ca. 88 Minuten

Sprachen:
Deutsch, Englisch

Untertitel:
Deutsch, Englisch

Genre:
Thriller

Release:
05.09.2006 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


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