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UMD-Test vom 03.11.2006

Der Knochenjäger

Hi, CSI!
Wenn "Der Knochenjäger" heute erscheinen würde, dann hätte er wohl die schrecklichsten Kritiken überhaupt zu erdulden. Dutzende von bekennenden CSI-Fans würden das Spektakel vernichtend im Internet verreißen und die schlampigen Ermittlungen, die hanebüchenen forensischen Analysen und die zahllosen Einfallslosigkeiten ans Tageslicht der Blogs und selbsternannten Filmexperten-Homepages zerren.
Zum Glück erschien der Film mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen bereits im Jahr 1999, vor dem Boom um die Experten aus Las Vegas, Miami, New York und Wanne-Eickel. Trotzdem muss sich der Film das Anlegen moderner Maßstäbe gefallen lassen.

Die Story ist recht einfach und basiert auf dem Roman von Jeffrey Deaver "Die Assistentin", das den Auftakt zu einer Reihe von Geschichten rund um den seit einem Dienstunfall querschnittsgelähmten Spurensicherer Lincoln Rhyme und seine unfreiwillige Assistentin Amelia Donaghy bildet. Weitere Romane der Reihe wurden bisher nicht verfilmt, was wohl auch an der inzwischen stark angewachsenen Popularität von Mrs. Jolie liegt, die mit Rollen als Archäologin oder Profikillerin andere Interessen verfolgt.
"Der Knochenjäger" handelt von der Jagd nach einem Serienkiller, der in jeder derzeit laufenden Krimiserie nach 45 Minuten geschnappt worden wäre. Er verstümmelt seine Opfer und nimmt ihnen stets ein Stück Knochen ab, seine Trophäe. Außerdem hinterlässt er Hinweise auf seine nächsten grausigen Taten, die anschließend vor der Kamera zelebriert werden. Denn natürlich kommt die Polizei (unter anderem dank ihres trotteligen Oberinspektors) grundsätzlich erst dann an den Tatort, wenn der Mord bereits geschehen ist. Erst am Ende, als das "Leitmotiv" des Wahnsinnigen entdeckt wird, kann das Schlimmste verhindert werden.

Der Film von 1999 erinnert von der Inszenierung an den 1995 erschienen Thriller "Sieben", der damals mit seinen detailliert dargestellten Tötungsszenarien für Aufsehen sorgte. Dementsprechend düster ist auch das Bild, das besonders auf der Playstation Portable für Probleme sorgen kann.
Dass ein Filmdrehbuch niemals an die Literaturvorlage heran kommt, merkt man dem Knochenjäger leider sehr deutlich an. Viele Details wirken aus der Luft gegriffen, Entscheidungen übereilt und Handlungsstränge gekürzt. Fehler wie das Aufsammeln von Beweisen ohne Handschuhe gehören dabei zu weiteren Ärgernissen.

Was dem Film an Spannung fehlt, versucht er durch Schockeffekte und Ekeldarstellungen wieder gut zu machen. 1999 war das noch erschreckend, heute sieht man so etwas jede Woche auf RTL oder VOX.
Was den Film dann doch von der Masse des Einheitsbreis abhebt, sind die beiden Hauptdarsteller. Zwar wird Washington bemüht als Sympath eingeführt und sein Talent auf die Bahre festgesurrt. Dafür ist Angelinas Auftritt wie immer ein Hingucker, mit dem sie ihren Oscar-Kollegen manchmal sogar an die Wand spielt. Die Harmonie zwischen den beiden stimmt jedenfalls, selbst wenn sie nicht zusammen in einem Raum sind.


Technik und Features:
Der sehr dunkle Film wurde auf das komplette Display der PSP angepasst und wirkt insgesamt etwas aufgehellter als die DVD-Fassung. Trotzdem kann man das Ansehen Unterwegs gelinde gesagt vergessen, denn jeder kleinste Sonnenstrahl kann einen wichtige Details übersehen lassen.
Sehr gut ist der Ton, der dank der Stereo-Abmischung beinahe Sourround-Qualitäten erreicht. Vom Tropfen des Regens bis hin zur Richtungsbestimmung von Stimmen kann man jedes Detail perfekt aus dem Kopfhörer vernehmen.

Fazit:
Schon 1999 ließ die Kritik kein gutes Haar am Knochenjäger. Im CSI-verwöhnten 2006 ist der Film inzwischen eher etwas für Nostalgiker und Freunde der Romanvorlage.
Bei der Technik sieht man dank der dunklen Thematik oft Schwarz, was der exzellente Sound aber in vielen Bereichen wieder gut macht.

Christian Nork für PlaystationPortable.de

Herzlichen Dank an Sony Pictures für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



INHALT
Gelinde spannender Thriller mit unvorhersehbarem Ende.
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Viel dunkles Bild, aber erstklassiger Ton.
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony Pictures Home Entertainment

Regisseur:
Phillip Noyce

Schauspieler:
Denzel Washington, Angelina Jolie, Queen Latifah

Länge:
118 Minuten

Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch

Untertitel:
Arabisch, Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Hindi, Holländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

Genre:
Thriller

Release:
21.10.2005 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


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