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UMD-Test vom 19.10.2006

Die Reise ins Labyrinth

Es gibt wohl Nichts, was eigentlich alle Schichten von Menschen schon seit Urzeiten fasziniert hat wie Märchen und Geschichten. Zunächst mündlich überliefert, später aufgeschrieben. Einmal mehr und einmal weniger hinzugedichtet, später auf Zelluloid gebannt, oder – seit neuestem auch auf eine UMD gepresst. „Labyrinth“ zählt sich wohl eher zu den „neumodischen“ Märchen. Kein geringerer als David Bowie himself spielt eine der Hauptrollen und unterhält den interessierten Märchenliebhaber mit einigen kurzen, musikalischen Passagen. Das ganze kombiniert mit einigen Kobolden, fiesen Gestalten, einem Baby und einem äußerst hübschen Mädchen mit Namen Sarah – dann kann es ja eigentlich los gehen, oder?

Was gibt es nervigeres als ein kleines Brüderchen? Ständiges Gequengel, Geschreie und die Nerven liegen ruck zuck blank. Dazu noch ein angespanntes Elternverhältnis und eigentlich hätten wir damit alle Zutaten für eine mittelmäßige und gezwungen komische Teeniekomödie vom Stapel zusammen. Zum Glück handelt es sich bei „Labyrinth“ eben nicht darum. Um zum Kern der Sache zu kommen – Protagonistin Sarah wünscht sich ihren kleinen Bruder weit, weit weg. Als scheinbar versierte Märchenkennerin spricht sie einige magische Worte, ohne sich im klaren über die drohenden Konsequenzen zu sein, denn schlagartig und ohne Vorwarnung entführen wüste Kobolde samt ihrem Anführer (ja, es ist tatsächlich David Bowie in der Rolle des Koboldchefs) den kleinen Tobi. Das Sarah so etwas natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann, ist klar; und schwups, sind die Bedingungen für die Rettung des Kleinen ausgehandelt, und nach wenigen Minuten kann es auch schon direkt losgehen. Von nun an warten gefährliche Abenteuer auf die holde Schönheit – sie hat gerade einmal 13 Stunden im Land der Kobolde Zeit, um Tobi vor der Verwandlung in einen Kobold zu retten. Dazu muss sie allerdings ein gefährliches und tückisches Labyrinth überwinden – ganz so, wie der Name des Films es bereits vermuten lassen würde. Doch damit nicht genug: die Koboldstadt liegt am anderen Ende des Irrgartens, neben einem gefährlichen Garten und dem Sumpf des ewigen Gestanks. Dazu haben sich noch allerlei düstere und kecke Untermieter eingenistet, welche Sarah nicht immer wohl gesonnen sind. Auf der Reise trifft sie zum Glück auf einige skurrile Gefährten, welche ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Doch: einer der Gefährten spielt ein doppeltes Spiel und ist hin- und her gerissen…

„Labyrinth“ kommt in schon fast klassischer Märchenform in einem neuen Gewand daher. Die gesamte Szenerie hat etwas bewusst magisch/mystisches an sich und lässt vor allem nicht lange auf sich warten. Denn genau so plötzlich und schon fast abgehakt wie sich womöglich diese Rezension lesen mag, genau so schnell und ohne Umwege oder Schlenker startet der Film mit dem eigentlichen Hauptteil. Eine lange Spannungskurve oder gar ein Aufbau der Szenerie an sich findet hier nicht statt – woher die ganzen Kobolde und co. stammen wird nicht näher beschrieben, und vor allem der Übergang von Realität und Fiktion ist in dem gesamten Werk dermaßen fließend, dass der Zuschauer zu Beginn als auch zum Ende des Films genau diese beiden Faktoren praktisch nicht mehr unterscheiden kann. In diesem Zusammenhang muss man dem Film an sich allerdings auch etwas Ideenlosigkeit im Bezug auf Anfang und Ende anrechnen, denn derart plötzlich und ohne nähere Erläuterung zu dem warum und wieso haben den wenigsten Filmen gut getan.

Trotz allem gibt es auch positives zu berichten. Die gesamte Szenerie wirkt insgesamt äußerst detailliert und vor allem liebevoll inszeniert. Sämtliche Kostüme, Sets und co. wirken sehr verträumt und verspielt, was der Atmosphäre an sich viele Punkte verleiht. Vor allem die Tatsache, dass es effektiv gesehen nur zwei permanente Darsteller gibt welche in ihrer menschlichen Form belassen wurden und kein Ganzkörperkostüm tragen,verleihen dem Film etwas besonders. Denn: neben allerlei verschiedenen Kobolden auf einem Reittier, einer Art Mech und allerlei Fußvolk (Anmerkung der Redakton: Warhammer lässt grüßen…) gibt es auch weitere verrückte Charaktere - da hätten wir zum Beispiel Sir Diddimus auf seinem treuen Ambrosius, die Bestie Lubo und einen freundlich gesinnten, aber irgendwie merkwürdigen Kobold. Neben sprechenden Türklopfern und einer hilfsbereiten Raupe lässt „Labyrinth“ solch eher abstrakte Charaktere in einem völlig natürlichen Licht erscheinen und gibt sich wahrlich märchenhaft.

Technik und Features:
Technisch zeigt sich der schon etwas ältere Film äußerst positiv. Leichte Unschärfen zu Beginn geben sich nach schon kurzer Zeit von allein. Übrig bleibt ein durchgängig sauberes Bild ohne Schlieren. Tontechnisch geht auch hier alles in Ordnung, wenn man den Lautstärkeregler weit nach oben schiebt.

Fazit:
„Labyrinth“ ist in erster Linie unterhaltend märchenhafte, aber simple Kost ohne jeden Tiefgang. Anfang und Ende erfolgen leider äußerst abrupt und wirken ideenlos. Dafür ist der Hauptteil des Films recht positiv und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Viele lustige und skurrile Figuren bilden den Rahmen und geben recht schnell zu verstehen, dass der Weg das filmtechnische Ziel ist. Wer allerdings über diese Mankos hinwegschauen kann, wird ein liebenswürdiges Märchen mit einer sehr hübschen Hauptdarstellerin erleben – von den kurzen Gesangspassagen von David Bowie mit einigen Kobolden ganz abzusehen.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony Pictures Home Entertainment für die freundliche Beretstellungs des Rezensionsexemplars.



INHALT
Nettes Szenario und vor allem unterhaltsam, jedoch ohne jeglichen Tiefgang
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Etwas leise, jedoch mit kristallklarem Bild
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony Pictures Home Entertainment

Regisseur:
Jim Henson

Schauspieler:
David Bowie, Jennifer Connelly, Toby Froud

Länge:
ca. 97 Minuten

Sprachen:
Deutsch, Englisch

Untertitel:
Deutsch, Englisch

Genre:
Abenteuer

Release:
13.11.2006 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


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