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UMD-Test vom 20.10.2006

Nicht noch ein Teenie Film

Des Regisseurs liebstes Publikum ist wohl die eher kritiklose und überwiegend euphorisch gestimmte Teeniewelt. Bissiger Humor am Fließband und eine eher nebensächliche Handlung getränkt in allerlei Klischees und Ekelhaftigkeiten sind wohl die Markenzeichen der berühmt berüchtigten Teeniefilme. Mädchen in engen Klamotten nebst Kerlen, welche ganz und gar das Image des Kent aus „Barbie und Kent“ vertreten geben ganz zielgerichtet den richtigen Flair und Rahmen. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hat sich die Redaktion „Nicht noch ein Teenie Film“ zu Gemüte gezogen. Ob wir es hier genau mit diesen Elementen zu tun haben – oder ob der Film an sich das ganze Genre auf den Kopf stellt, haben wir extra für euch herausgefunden.

Wollen wir zunächst all die wichtigen Zutaten für einen typischen Teeniemovie zusammenstellen. Da hätten wir an erster Stelle das hässliche, kleine und vor allem verkannte Entlein, welches irgendwie unheimlich griesgrämig und eher schlecht als recht auf die Männerwelt zu sprechen ist. Die böse Verführerin vom Dienst darf dabei natürlich auch nicht fehlen, welche praktisch für jeden zu haben ist. Dazu gesellen sich noch drei pubertierende Jünglinge die gerade sich und ihre Sexualität in humorvollen und schon fast bemitleidenswerten Ausmaßen erkennen. Gemixt mit allerlei schrägen Charakteren, der typischen Clique und dem „Quotenschwarzen“ (welcher sich sogar als solcher bezeichnet) im Kontrast zu schrägen Eltern und zwei unheimlich verliebten Kerlen haben wir im Großen und Ganzen schon alle beisammen bekommen. Anschließend die Mixtur auf niedriger Flamme geköchelt, und et voila – fertig. Da hätte ich doch glatt etwas vergessen: es ist natürlich die passende Musik, die den Kohl erst fett macht.

In erster Linie ist „Nicht noch ein Teenie Film“ eine Zusammenstellung aus sexuellen Anspielungen und allerlei vulgären Feinheiten, welche sich schon fast ganz automatisch im Jugendalter ansammeln und natürlich ausgiebig zur Ansprache gebracht werden wollen. An erster Stelle steht natürlich bei unseren drei pubertierenden Jünglingen der schon fast sagenumwobene Mädchenumkleideraum, welchen es dezent und klammheimlich zu erforschen gilt. Die alles entscheidende Frage stellt sich recht schnell und Flux ist ein Schwur zwischen den Drei abgeschlossen: „das erste Mal“ muss dringend her, und zwar möglichst schnell! Potentielle Opfer sind rasch gefunden, doch wie stellt man das Ganze am Besten an? Ihr seht also, es handelt sich hier um eine ganz elementare und natürliche Frage, welche mit überspitztem Humor und barscher Satire aufgegriffen wird – ob das ganze Unterfangen am Ende gar von Erfolg gekrönt sein wird oder ob es einen Korb nach dem anderen hagelt, müsst ihr als Zuschauer allerdings schon selbst heraus finden. Doch die eigentliche Hauptrolle spielt das schon fast genretypische hässliche Entlein im „Menschengewand“, sprich – das Mädchen, welches eigentlich wunderschön ist, aber aus nicht weiter zu erklärenden Gründen wie ein geläutertes Stück Beton herumläuft. Im Klartext: einfach nur öde und unauffällig. Wie gut, dass die eher ungewünschte „Rettung“ in Form des absoluten Mädchenschwarms der Schule naht. Schnell wie der Wind ist unter ihm und dem Rest seiner Clique eine zunächst scherzhafte Wette ausgemacht: das „hässlichste Mädchen“ soll unter seiner Hilfe zu der kommenden Ballkönigin gekürt werden. Nur schlecht, dass die praktisch immer präsente Cheerleadertruppe mit ihrem zickigen Oberhaupt einiges dagegen hat. Vor allem, als sich unser Entlein tatsächlich mit nur wenigen Handgriffen in eine wahre Schönheit verwandelt. Neben vielen Tränen, Liebesschwüren, Anspielungen und dem typischen Verwirrungsfaktor ist es ein überaus steiniger Weg bis zur ungewollten Ballkönigin. Wie das ganze am Ende ausgeht? Tja…das wird an dieser Stelle nicht verraten.

„Not another teen movie“ ist ein absolut typischer Teeniefilm, welcher zwei kurze Storys parallel zueinander vermittelt. Dabei ist eher der Weg das Ziel, welcher mit spitzem und teilweisem fiesen Humor gepflastert ist. Das bunte und flippige Ambiente gepaart mit einer übervertonten musikalischen Kulisse Unterstreichen das ganze Image des Films. Die Zielgruppe ist mehr als klar definiert und richtet sich eher an ein junges Publikum – die FSK gibt dem geneigten Filmkritiker in diesem Punkt Recht und hat das Werk mit „geeignet ab 12 Jahre“ abgesegnet. Filmtechnisch gesehen haben wir es hier zwar mit keinem Meilenstein zu tun, trotz allem kann das Werk bei allen, die sich darauf einlassen wollen und können, für viele Lacher sorgen. Trotz eher plumpen Humor mit einer schnell voraussehbaren Pointe und eher mittelmäßigen Darstellern macht „Not another teen movie“ durchaus Spaß. Die äußerst knappe Laufzeit von gerade einmal 85 Minuten hält den Film stets frisch und lässt keine Langeweile aufkommen. Trotz allem Spaß an der Sache muss man sich hier in erster Linie die simple und extrem vorhersehbaren Handlungsstränge vor Augen halten, welche schon zu genüge ausgelutscht wurden.

Technik und Features:
Technisch gesehen bewegt sich die Umsetzung auf einem guten Niveau. Das Bild ist trotz weniger Unschärfeeffekte völlig in Ordnung. Störende Hell/Dunkelkontraste sucht man zum Glück vergebens. Lediglich der Ton klingt so manches Mal etwas eigenartig, was aber nicht sonderlich stört.

Fazit:
„Nicht noch ein Teenie Film“ ist ein Teeniefilm in Reinkultur. Storytechnisch darf man hier keine neuen Maßstäbe erwarten. Viel eher haben wir es hier mit einer Ansammlung verschiedener Genreszenerien vom Stapel zu tun, welche allerdings durchaus unterhaltsam anzuschauen sind. Entweder hasst, oder liebt man solche Filme. Ein großartiger roter Faden ist hier zwar nicht vorhanden, jedoch sind die vielen Witze und Anspielungen viel eher als roter Faden zu definieren als das eigentliche Ende des Films. Seichte Unterhaltung für Zwischendurch – genau das ist es, was diesen Film ausmacht und was hier geboten wird.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony Pictures Home Entertainment für die freundliche Beretstellungs des Rezensionsexemplars.



INHALT
ein typischer Teeniemovie in Reinkultur – mit allen Schwächen und Stärken
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Leichte Unschärfeeffekte, stellenweise etwas eigenwilliger Ton, ansonsten Top
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony Pictures Home Entertainment

Regisseur:
Joel Gallen

Schauspieler:
Chyler Leight, Chris Evans, Jaime Pressly, Mia Kirshner, San Huntington, Eric Christian Olsen, Eric Jungmann, Dein Richmond, Ron Lester, Cody McMains

Länge:
ca. 85 Minuten

Sprachen:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch

Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch

Genre:
Komödie

Release:
10.10.2006 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


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