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UMD-Test vom 17.10.2006

The Adventures of Sharkboy and Lavagirl in 3-D

Träume sind Schäume – oder doch nicht? Wer hat nicht schon immer davon geträumt, dass zumindest einiges davon in Erfüllung geht? Doch fangen wir am Besten ganz von vorne an. Max ist ein Tagträumer – nur zu gut, dass er seine Traumabenteuer in ein ganz besonderes Tagebuch schreibt, sonst würde er vieles vergessen. Zwei Superhelden mit Namen Sharkboy und Lavagirl haben es ihm ganz besonders angetan und füllen ganze Seiten,zusammen mit allerlei bunten Bildern. Zu dumm, das eines Tages der fiese Linus – ein unangenehmer Mitschüler von Max – das Buch in die Finger bekommt und es sich wüst vornimmt. Schon seit dem ersten Tag hat es Max nicht einfach in der Schule: Klassenlehrer und Mitschüler sind ihm alles andere als wohl gesonnen, und so flüchtet er immer mehr in seine Traumwelten. Nach und nach verdichten sich allerdings die Zeichen, dass es Sharkboy und Lavagirl tatsächlich gibt und beide dringend Hilfe benötigen. Natürlich kann nur Max als Erschaffer der Beiden den Fantasieplaneten „Schleck“ vor dem totalen Untergang durch dunkle Kräfte retten. Eine Lösung scheint zwar schnell gefunden, die Umsetzung hingegen gestaltet sich allerdings mehr als schwierig. Denn: der Planet hat mittlerweile ein tückisches Eigenleben entwickelt und droht in der Dunkelheit zu versinken. Sharkboy, Lavagirl und Max bleiben also nicht viel Zeit. Hinzu kommt, dass Max erst seine geheimen Kräfte als Tagträumer entdecken muss, um den beiden Superhelden entgültig aus der Patsche helfen zu können. Außerdem sind beide zunächst alles andere als zufrieden mit ihrer frei erdachten Person: während Lavagirl verzweifelt nach ihrer Vergangenheit forscht und nicht weiß ob sie gut oder böse ist, ist Sharkboy hingegen darüber empört, dass ihn Max nicht zum „Herrscher der Meere“ „erdacht“ hat. Auf ihrer gefährlichen Mission stellen sich dem Trio natürlich etliche Hürden und Gefahren in den Weg, welche es gemeinsam zu bestehen gilt. Am Ende erwartet vor allem Max eine herbe Überraschung – wie diese ausschaut und vor allem ob das Ganze am Ende nun doch noch gut ausgeht, müsst ihr schon selbst in Erfahrung bringen.

„The Adventures of Sharkboy and Lavagirl in 3-D“ ist in erster Linie ein fast vollständig digitalisierter Film in einer skurrilen, bunten und bisweilen schrillen Traumwelt mit Namen „Schleck“. Alles in allem wurde hier mit viel Liebe zum Detail und vor allem Können gearbeitet. Zwar kann sich dieses Werk nicht mit der technischen Vollkommenheit eines aktuellen Star Wars Titels oder mit anderen, technischen Meisterwerken messen, hat aber trotz allem seinen ganz eigenen Charme. Wir haben es hierbei in erster Linie mit einem Kinderfilm zu tun. Dies wird vor allem mit einer FSK Einschätzung von „ab 6 Jahren“ deutlich. Dementsprechend fallen auch die Kulissen aus – da haben wir zum Beispiel das „Milch und Kekse Land“ oder den „Kille Kille Mandjaro“. Trotzdem wurde hier sehr ordentlich und vor allem sauber in die Trickkiste gegriffen. Somit bekommt es der interessierte Zuschauer zwar mit viel Liebe zum Detail und Ideenreichtum zu tun, aber dafür auch mit einer kindgerechten Aufmachung und Inszenierung. Sehr auffallend ist schon zu Beginn der digitalen Welt mit echten Schauspielern die farbsatte und vor allem kontrastreiche Aufmachung des kunterbunten Planeten. Ganz zur Freude des PSP Displays, welches solche Spielereien natürlich überaus liebt und dankend quittiert.

Die Einzelnen Charaktere sind überwiegend recht überspitzt dargestellt und könnten schon fast als plumpe Satire durchgehen. Die Fronten sind sehr schnell geklärt: der Lehrer steht als Bösewicht dar, welcher hart, aber mehr oder weniger gerecht ist. Linus, der typische Klassenbösewicht vom Dienst, das hübsche Mädchen, und Max – der Held. Dazu gesellt sich noch unser Superheldenduo – der selbstbewusste und starke Sharkboy und die freundliche, aber nicht minder starke Lavagirl + einen feinen, aber kleinen Haufen von Bösewichtern. Insgesamt recht schmackhafte Zutaten für einen Film: digital art meets superheros. Was kann dabei noch grundlegend falsch laufen? Diese Frage lässt sich sehr gut mit einem „leider vieles“ abschmettern.

Die einzelnen Charaktere haben durchaus Charisma und sind auf Anhieb sympathisch. Leider fehlt hierbei jedoch praktisch jeder Tiefgang und es findet pro Charakter nur eine leichte, aber nicht selten ungereimte Vorstellung statt. So hat zum Beispiel Sharkboy Kiemen, kann aber unter Wasser nicht atmen. Schlussendlich bleiben einige Fragen bis zum Ende des Films völlig ungeklärt und offen. Obwohl wir es hier eindeutig mit einem Kinderfilm zu tun haben, darf sich der Film in diesem Mantel auf gar keinen Fall verstecken – auch Kinder haben Anspruch auf einen ausgefüllten Film. Die Laufzeit von gerade einmal 93 Minuten gibt filmtechnisch ein Tempo im Schweinsgalopp vor. Nur zu gut, dass unser Heldentrio auf allerlei fliegende Vehikel trifft, die dieses Tempo mitmachen können und wollen. Stellenweise scheint sich der Film sogar recht gut an diversen Harry Potter Teilen zu orientieren – somit besteht das finale Duell zwischen Max und dem hier nicht näher erläuterten Oberfiesling aus einem Traumduell, welches frappierend an ein Magierduell auf Hogwarts zu erinnern weiß.

Nicht nur die Umgebung an sich ist skurril, sondern auch einige Handlungen – da regnet es zum Beispiel plötzlich Gehirne, oder der Kopfs des Opponent wird unter Verwendung eines „Gehirnfurzes“ plötzlich unbeschreiblich groß aufgebläht – natürlich ist die Darstellung kindgerecht, insofern man davon noch sprechen kann.

Technik und Features:
Technisch gesehen bewegt sich „The Adventures of Sharkboy and Lavagirl in 3-D“ auf einem nahezu perfekten Niveau. Satte Kontraste, ein kristallklares Bild und insbesondere die konstante Helligkeit ohne Schwankungen zeigen, was die PSP in Sachen Video UMDs tatsächlich auf dem Kasten haben kann. Einziger Wehrmutstropfen: das Problem mit der Lautstärke. Etwas leise und vor allem ein wenig dumpf kommt das Ganze schon herüber. Aber - das ist man ja mittlerweile schon fast gewöhnt.

Fazit:
„Grafik ist nicht alles“ – dieses Sprichwort trifft genau auf unseren aktuell getesteten Film zu. Denn: Die Handlung ist derartig Mau, dass es selbst für einen Kinderfilm praktisch nicht wirklich zu akzeptieren ist. Dazu gesellen sich noch einige ungeklärte Ungereimtheiten nebst offenen Fragen. Der Film läuft insgesamt in einem sehr schnellen Tempo über den portablen Screen und ist ebenso schnell vorbei, wie er eigentlich begonnen hat. Schade, denn eigentlich steckt viel Potential in diesem Werk, welches auf gar keinen Fall schlecht ausgefallen ist. Seichte und vor allem schnelle Unterhaltung für zwischendurch – genau das ist es, was diesen Film ausmacht. Mehr nicht, allerdings auch nur gering weniger.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sony Pictures Home Entertainment für die freundliche Beretstellungs des Rezensionsexemplars.



INHALT
Auch für einen Kinderfilm sehr simpel gehalten
XXXXXXXXXX
TECHNIK
Technisch perfekt, soundtechnisch etwas dumpf
XXXXXXXXXX







Details

Publisher:
Sony Pictures Home Entertainment

Regisseur:
Robert Rodriguez

Schauspieler:
Cayden Boyd, George Lopez, Jacob Davich, Mackenzie Fitzgerald, Marc Musso, Sasha Pieterse, Spencer Scott, Taylor Dooley, Tiger Darrow

Länge:
ca. 93 Minuten

Sprachen:
Deutsch, Englisch

Untertitel:
Deutsch, Englisch

Genre:
Aktion

Release:
25.04.2005 (erschienen)

Filmpreise:


Altersfreigabe:
Frei ab Jahre


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