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Pro Evolution Soccer 6


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Pro Evolution Soccer 6 Review vom 18.12.2006

"Niemand hat vor eine Mauer zu bauen!" Dennoch geht das Wettrüsten hinter dem eisernen Fußball-Vorhang weiter. Auf der einen Seite steht der Branchenriese aus dem Westen, Electronic Arts mit der Fifa-Reihe, vielen Lizenzen und actiongeladenem Ledersport und der Rivale aus dem Land der aufgehenden Sonne ist Konami mit Realismus pur und Pro Evolution Soccer. Auch in diesem Jahr stehen sich die Kontrahenten auf dem Rasen gegenüber und das Duell um das runde Leder geht in die nächste Runde. Auf beiden Seiten wurden Fehler gemacht und jeder gelobte Besserung, doch wie sieht es wirklich aus, knapp ein Jahr nach den Vorgängern? Schon während der Games Convention konnte Pro Evolution Soccer 6 viel Aufmerksamkeit erregen – zu Recht?

„Das nächste Spiel ist immer das Schwerste!“
Die spannende Frage beim Rüstungswettlauf in der Unterhaltungsbranche ist immer: „Wer trumpft mit besseren Features auf?“ In Sachen Entwicklungszeit wurde den Programmierern nicht viel Spielraum gegeben, dennoch hat man in puncto Handling und Gameplay einige Kinderkrankheiten vom Vorgänger beheben müssen. Was bleibt soll die neue Realismussensation im Handheldsektor werden. Nachdem die Meisterliga bei Pro Evolution Soccer 5 schlicht und einfach wegrationalisiert wurde, hat man auf die Beschwerden der Fans reagiert und gibt den Sympathisanten der Edelvereine die Möglichkeit in eine von drei Divisionen zu spielen. Im Filetstück des Spiels könnt ihr neben zahlreichen Ligaspielen auch durch geschickte Transfers neue Spieler ins Kader holen, die Aufstellung und Taktik perfektionieren, um am Ende die begehrte Meisterschale an euch zu reißen. In Sachen Spielumfang bekommt man hier einiges mehr geboten, als vergleichsweise noch beim Wegbereiter vom vergangenen Jahr.

Die Anpassung auf den Edelhandheld aus dem Hause Sony funktionierte bei PES-6 wesentlich reibungsloser und so findet man neben der „Meisterliga", noch das normale „Ligaspiel“, einen schnellen „Einzelspielermodus“, das sehnlich erwünschte „Pokalspiel“, den „Trainingsmodus“, den „Editier-Modus“, die „Optionen“ und last but not least der Ad-hoc-Multiplayermodus getarnt unter dem Decknamen „Drahtlos“.
Dessen ungeachtet haben wiederholt von den großen Konsolen bekannte Spieloptionen die Gelb-Rote-Karte erhalten und mussten draußen bleiben. Nicht im Spiel sind somit das „Herausforderungstraining“, die „internationale Karriere“ und der „Zufallsmodus“.

Fans der Serie werden sich sofort bei Spielbeginn heimisch fühlen und können auch direkt loslegen. Konami hat in Sachen Lizenzen noch eins drauf gelegt und obgleich man nicht mit der original DFB-elf seine Ballkünste unter Beweis stellen kann, werden die Nationalmannschaften und Vereine aus Holland, Spanien und Schweden in ihren Originaltrikots auf dem Feld auftreten, ebenso wie der aktuelle Fußballweltmeister Italien. Die entfremdeten deutschen Teams sind leider auch den Kürzungen zum Opfer gefallen, was aber weniger an Konami und mehr an den Lizenzrechten des DFB lag. Heißt die Lösung „Editier-Modus“? Wer nun hofft, man könne im Editier-Modus seiner Kreativität freien Lauf lassen und Stück für Stück sein Dreamteam aufstellen, dessen Vorfreude muss ein wenig gebremst werden. Es ist zwar möglich in stundenlanger Feinarbeit diverse Spieler- und Mannschaftsumgestaltungen vorzunehmen, doch schon bei Pro Evolution Soccer 5 hatte man binnen kürzester Zeit, die Möglichkeit durch modifizierte „Optionsdateien“ von Hardcorefans mit seinen Lieblingsteams zu dribbeln. Warten lohnt sich also in diesem Falle bestimmt.

Gameplay:
„Die Wahrheit liegt auf dem Platz.“
Realismus, Handling und Ballgefühl sind die drei Eckpfeiler der PES-Serie. Während man bei Fifa den schnellen Spielspaß mit einer recht ordentlichen Präsentation geboten bekommt, kommen bei Pro Evolution Soccer andere Faktoren zum Tragen. Spielerische Aspekte, die bei der Neuauflage am meisten verbessert wurden, sind eindeutig die offensiven Möglichkeiten. Körpertäuschungen und Übersteiger lassen sich viel präziser steuern und auch das Ballverhalten bei Fernschüssen, Strafstößen oder Ecken wurde erheblich verbessert. Der künstlichen Intelligenz wurde das Tüpfelchen auf dem "i" verpasst und die unterschiedlichen Einteilungen sorgen dafür, dass vom Greenhorn bis Profisportler jeder sein Fett weg bekommt und die Langzeitmotivation einen ordentlichen Boost bekommt. In der Defensive suchen die Verteidiger nun selbständiger die gegnerischen Stürmer und auch in der Offensive werden die freien Räume besser genutzt. Zwar hat man es nicht mit bahnbrechenden Neuerungen zu tun, doch die Detailverliebtheit ist lobenswert und auf überdurchschnittlichem Niveau. Damit man sich nicht die Finger beim Spielen verknotet, hat man erneut die Möglichkeit, eine eigene Tastenbelegung vorzunehmen.

In Sachen Ballphysik kickt man nun immer näher an der Perfektion und die taktische Vielfalt ist ein Glanzpunkt des Spiels. Während man bei Fifa nahezu aus jeder Position einen Schuss auf Tor wagen kann, sollte man bei Pro Evolution Soccer seine Spielzüge aufs Genauste planen. Doppelpass, Direktschuss, Flanke, Übersteiger, Körpertäuschungen sind nur wenige Beispiele der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten.

Grafik:
Bei der Optik des Titels spielt man mit einem zweischneidigen Schwert. Spielfluss und Geschwindigkeit wurden weitestgehend optimiert. Die Nahaufnahmen zeugen von Qualität und deutliche Gesichtszüge der Spieler erhöhen den Widererkennungswert. Auch die Animationen auf dem Feld sind dank Motion Capturing ein echter Hingucker. Hingegen weniger schön ist die Tatsache, dass man auf der PSP erneut nur ein einziges Station geboten bekommt und man die Slowdowns bei Massenaufläufen vor dem Tor abermals nicht in den Griff bekommen hat. Es hat sogar den Anschein, wie beispielsweise am Publikum, dass man manche Texturen einfach vom Vorgänger übernommen hat und auf Grund der neuen Kameraeinstellungen auch die Detailtreue der Spieler hier und da reduzieren musste. Ein Unterbodenwechsel hätte dem Spiel auch gut getan, ganze zwei Wiesentypen stehen zur Wahl. In diesem Sektor gibt es eindeutig noch Nachholbedarf.

Sound:
Während man im Menü zahlreiche elektronisch angehaute Beats um die Ohren gehauen bekommt, ist im Spiel eher wenig Akustik angesagt. Mehr als grölende Fans und das Pfeifen des Schiedsrichters wird man nicht hören. In diesem Sektor hat Fifa eindeutig die Nase vorn, denn ohne Kommentator und mit nur standardmäßig im Hintergrund plätschernden Geräuschen kann PES nicht wirklich punkten. Sprachsamples kommen meist nur bei einem erfolgreich geschossenen Tor zu Ohren.

Features und Besonderheiten:
„Wenn es keinen Fußball gäbe, ich würde ihn erfinden!“
Zahlreiche freischaltbare Elemente erhöhen die Langzeitmotivation und sorgen dafür, dass man mehr als nur einmal sich in eine Liga, Meisterliga oder ein Pokalspiel stürzen muss, um alle Features nutzen zu können. Je nach Sieg oder Niederlage bekommt der Spieler eine gewisse Anzahl von Punkten auf sein Konto gutgeschrieben. Lizenziert wurden einzelne Teams sowie Ligen wie beispielsweise die italienische Serie A, die französische Ligue 1 Orange, die holländische Eredivisiet und die spanische Liga Espanola. Aus den deutschen Landen hat es einzig und allein der Rekordmeister FC Bayern München geschafft ins Spiel zu kommen. „King Kahn“ hat seinen Namen nicht hergegeben und steht somit nicht zwischen den Pfosten. Alle anderen Lizenzen vom DFB blieben bei der Konkurrenz "Fifa". Inselfans werden sich mit Mannschaften wie Manchester oder Chelsea, die neue Heimat von Michael Ballack anfreunden dürfen.

Multiplayer:
Wenn das Wörtchen „wenn" nicht wäre… Wie schön wäre es gewesen. Nein, auch in der neuen Ausgabe von PES gibt es keinen Onlinemodus. Für Duelle gegen Freunde benötigt man je einen Edelhandheld und natürlich eine PES-6-UMD im Schacht. Schade eigentlich, die Konsolenversionen und der Direktkonkurrent Fifa machen vor wie es geht.

Fazit:
Bei der Entscheidung zwischen PES und Fifa spielt der eigene Geschmack die größte Rolle. Auch in diesem Jahr entscheiden bei der Gretchenfrage subjektive Gesichtspunkte, auf welches Fußballspiel die Wahl fällt. Wer auf optische Reize steht und den schnellen Fußball mit viel Action mag, greift zu Fifa. Fans von Realismus pur und komplexen Spielzügen greifen zu Pro Evolution Soccer in der sechsten Fassung. Konami kann erneut mit viel Liebe zum Detail punkten und die Fans von gutem Handling und Wirklichkeitsnähe für sich gewinnen. Viele Kinderkrankheiten wurden beseitigt und die Spielerfahrung erweitert, dennoch hat man das volle Potential noch nicht ausgeschöpft und nervige Slowdowns stören das sonst so flüssige Spielgeschehen. Dessen ungeachtet kann man abschießend sagen, dass Handheldfußball noch nie so realistisch gewesen ist.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
So muss sich Fußball anfühlen!
GRAFIK
7 von 10
Hier wäre eindeutig mehr drin.
SOUND
7 von 10
Elektronische Beats im Menü, wenig los im Spiel.
FEATURES
8 von 10
Mehr Langzeitmotivation und viel freispielbares.
MULTIPLAYER
8 von 10
Wieder kein Onlinemodus.
GESAMT-
WERTUNG:
85%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Etwas lange Ladezeiten, sonst auch unterwegs spielbar."







Details
Spielname:
Pro Evolution Soccer 6

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Sport

Release:
10.12.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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