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Scarface: Money. Power. Respect.


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Scarface: Money. Power. Respect. Review vom 19.12.2006

Egal in welcher Diskussionsrunde man das Thema der "Gangsterfilme" anspricht, immer wird der Name "Al Pacino" im Zusammenhang mit dem Urvater aller dieser Filme "Scarface" fallen. In fast allen Spielen und Streifen, in denen Gewalt, Dogenhandel und Co. einen festen Bestandteil bilden, kann man Elemente des Klassikers finden. Vor allem das Remake aus dem Jahre 1983 beeindruckt viele Jugendliche und natürlich auch Erwachsene, an denen das über 70 Jahre alte Original vorbeizog. Mehr als zwanzig Jahre, nachdem die Neuverfilmung erschien, krallten sich die FarSight Studios die Lizenz, um sie in einem anschaulichen Videospiel zu verarbeiten. Oftmals zeigt sich bei den so genannten "Lizenzspielen" ein und dasselbe Bild; eine miese Aufmachung, kaum Spielspaß und ein technisches Niveau, das jenseits von Gut und Böse liegt, doch treffen diese Punkte auch bei unserem heutigen Testkandidaten zu? "Scarface: Money. Power. Respect", so der Titel, befand sich einige Zeit auf unserem Untersuchungstisch; ob und welche Kinderkrankheiten wir diagnostizieren konnten, wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.

Vielen wird beim Gedanken an Spiele dieses Genres sofort die Reihe mit den drei Buchstaben in den Kopf schießen. Beide Titel, die bereits auf der PSP ihren Auftritt feiern durften, konnten eindrucksvoll beweisen, was unser kleiner Schatz bieten kann - ein Punkt, der mit Sicherheit zur hervorragenden Wertung beider Spiele beitrug, war die Möglichkeit, sich innerhalb des Spielgeschehens weites gehend frei bewegen zu können. Ob man sich einfach in ein gestohlenes Auto pfeffert, um durch das Rotlichviertel zu fahren, sich ein heißes Rennen mit diversen Genossen bietet, oder ganz einfach zu Fuß die riesige Stadt erkundet - es gab kaum etwas, was nicht möglich war. Schon kurz nach Einlegen der Scarface UMD fällt der große Unterschied zu dieser Art von Spielen ins Auge. Wer sich schon auf eine Erkundungstour in der freien Stadt oder auf ansprechende junge Damen gefreut hat, wird gnadenlos enttäuscht. Auch ist Action nicht das, worum sich der Titel aus dem Hause Vivendi dreht. Jene Bewohner der feuchtfröhlichen Zockerwelt, die sich für Strategiespiele mit Hintergrund begeistern, werden sich sofort heimisch fühlen.

Schon nach wenigen Minuten des frohen Spielens fällt die Nähe zum Kinostreifen der frühen 80er auf. Wählt man den Punkt der "Film-Szenarios" an, so gelangt man in ein in Kapitel unterteiltes Menü, in welchem jedes Kapitel von einer Schlüsselszene eingeleitet wird. Zwar sind die entsprechenden Szenen lediglich in englischer Sprachausgabe gehalten, jedoch hilft der deutsche Untertitel auch jenen Spielern, die der vermeintlichen Weltsprache nicht mächtig sind. Interessant hierbei, dass sich nach jeder Inszenierung die entsprechende Nummer der Szene ablesen lässt. Meist machen diese Ausschnitte Lust auf mehr, sodass hierdurch mit Sicherheit auch neue Käufer des Streifens angelockt werden. Doch zurück zu den wichtigen Dingen des Lebens; die Missionsziele des eher taktisch ausgelegten Spiels sind, wie bei vielen anderen Spielen auch in Primär- und Sekundärziele aufgeteilt. Die Aufgaben laufen wenig actionreich ab und die Ausführung ist, nachdem man das Tutorial gemeistert hat, auch kein Problem mehr. Ein paar Tastendrücke hier und die entsprechenden Schlägertrupps rücken an, ein weiterer Druck da und das feine Koks ist an den Mann gebracht und auch die Übernahme eines Reviers einer verfeindeten Gruppierung ist in wenigen Momenten vollbracht. Was auf den ersten Blick unterfordernd und anspruchslos wirkt, stellt sich in der Praxis als zeitraubendes Schaffen heraus. Die richtige Vorgehensweise ist wichtig und so sind zu jeder Zeit eine Hand voll Dinge zu beachten; beispielsweise schickt man niemals alle Schläger auf einmal in einen umliegenden Bezirk, sondern lässt grundsätzlich einen oder zwei der fiesen Typen zurück. Vergisst man dies, so kann sich der vermeintlich Wunderbare Verlauf in kurzer Zeit ändern. Um hier Fehler zu vermeiden, werden in den ersten Missionen noch hilfreiche Tipps und Kniffe gegeben, die in jedem Fall einen Blick wert sind. Der Ablauf einer Mission ist klar gegliedert und so richtet man sich zuerst einmal eine passende Manufaktur für Drogen aller Art ein, heuert Pusher an, die die gepanschten Drogen an den Mann bringen und sorgt für genügend freien Raum in den Warenhäusern. Angebot und Nachfrage spielen auch hier eine wichtige Rolle und so ist es ratsam, auch schlechter Zahlende, desinteressierte Süchtlinge aufzusuchen, um den eigenen Stoff zu verticken - wie sich herausstellt, ist der Verkauf einer kleineren Menge von Vorteil, da es meist nicht bei einem einzigen Handel bleiben wird. Wer zu viel seiner Wunderdroge in einem Gebiet verscherbelt, wird schnell merken, dass der Schwarzmarktpreis und somit auch die Nachfrage sinkt.

Danach folgt die zweite Phase; hier werden Angriffe und Übernahmen oder gekonnte Verteidigungsaktionen getätigt. So packt man hier die angeheuerten Schläger und schickt sie zur Angleichung eines bereits vergebenen Reviers oder platziert die Prügeljungen so, dass angreifende Widersacher in Windeseile in die Flucht geschlagen werden können. Hier kommt ein ganz klein Wenig Action auf, wenn die eigenen Männer in einer "wilden", grafisch anspruchslosen Sequenz um das Territorium kämpfen. Für eine erfolgreiche "Eroberung" gibt es natürlich nicht nur ein dickes Lob, es tun sich auch einige Türchen zum Geldscheffeln auf.

Es geht aber nicht nur darum, möglichst viele Rauschmittel unter die Leute zu mischen und die Gebiete verfeindeter Gangs einzunehmen. Demnach befehligen manche Aufträge eine Fusion zweier Banden, wodurch nicht nur mehr Macht entsteht, sondern natürlich auch ein nettes Sümmchen auf das Konto fließt.

Scarface bietet zwar einen enormen Handlungsspielraum, doch dieser scheint überflüssig, wenn man betrachtet mit wie wenig Aufwand man die Macht an sich reißen kann. Des Weiteren verliert man beim Besitz von mehreren Arealen schnell den Überblick und es erscheint ziemlich nervig, sich von Stadtteil zu Stadtteil zu klicken und ständig dieselben Aufträge zu geben. Dass die Spielzeit für ein Spiel dieser Art recht kurz geraten ist, scheint bei durchgehender Monotonie des Spielverlaufs fast schon erlösend.

Gameplay:
Es gibt nicht viel, was man bei der simpel gestalteten Steuerung falsch machen könnte. Zwar ist das Gameplay an manchen Ecken nicht ganz einsichtig und intuitiv, jedoch findet man sich aufgrund der angesprochenen Monotonie schnell heimisch und jeder Tastendruck sitzt.

Grafik:
Auch hier ist Abwechslung ein Punkt, der komplett gestrichen wurde. Man betrachtet durchgehend den Stadtplan von Miami, scrollt zwischen den Revieren hin und her und hat ab und zu mal die Möglichkeit, eine Schießerei aus der Nähe zu betrachten. Schön jedoch, die aus dem Film entnommenen Ausschnitte, die immer wieder auftauchen und somit die Nähe zum Streifen aufrecht erhalten. Qualitativ bewegt man sich auf einem annehmbaren Niveau, wenn auch die PSP deutlich mehr auf dem Kasten hat.

Sound:
Wer sich den Film schon einmal zu Gemüte geführt und im Anschluss daran das Videospiel betrachtet hat, wird nicht nur für die stimmigen Sprachsamples ein Lob vergeben können, sondern ebenso für den thematisch passenden Soundtrack. Leider wirken manche Melodien im Donkey Konga Stil nach wenigen Minuten schon nervig und zwingen dazu, den Ton komplett abzuschalten.

Multiplayer:
Wenn man denn vier freudige Spieler findet, die das Spiel aus welchen Gründen auch immer ihr Eigen nennen können, kann man auch gemeinsam um die Wette spielen. Jedoch wird hier, wie auch im Einzelspielermodus, nicht viel Abwechslung geboten. Denn die drei zur Auswahl stehenden Modi unterscheiden sich nicht von dem, was man auch alleine "genießen" kann. So besteht ein Punkt lediglich aus dem schnellen Scheffeln von möglichst viel Geld um als Erster eine vorgegebene Summe auf dem Konto verbuchen zu können.

Fazit:
Leider kann " Scarface: Money. Power. Respect." die hochgesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Wer sich ein knallhartes Actionspiel erhofft hat, wird gnadenlos enttäuscht sein, während der Strategiefan wohl zu einem anspruchsvolleren Titel greifen wird. Zwar werden sich Vollblutfans mit Sicherheit an der Nähe zum Film erfreuen können und dürfen einen Kauf auch in Erwägung ziehen, jedoch sollten jene, die schon vor dem Filmauftritt zurückschreckten, auch hier einen großen Bogen machen. Alles in allem wurde hier einfach zu viel Potential verschenkt!

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Vivendi Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Sehr simpel aber wenig intuitiv.
GRAFIK
5 von 10
Mittelmaß in allen Belangen.
SOUND
7 von 10
Nette Sprachausgabe mit manchmal nervigem Soundtrack.
FEATURES
5 von 10
Kurzzeitig amüsanter Singleplayermode.
MULTIPLAYER
6 von 10
Vier Spieler, vier Handhelds und vier UMDs.
GESAMT-
WERTUNG:
67%
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Für Bus und Bahn gänzlich ungeeignet!"







Details
Spielname:
Scarface: Money. Power. Respect.

Publisher:
Vivendi Games

Developer:
FarSight Studios

Genre:
Strategie

Release:
14.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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