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Marvel Ultimate Alliance


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Marvel Ultimate Alliance Review vom 03.01.2007

Schon X-Men Legends 2: Rise of the Apokalypse hat es vorgemacht, dass ein Hack 'n Slay mit den Marvelhelden in der Hauptrolle durchaus mehr als ein Blick wert ist und sorgte mit einer Wertung von 86% für spaßige Stunden in der Redaktion. Nun trudelte der indirekte Nachfolger des Spiels in Haus und das Wettrüsten der Superhelden erreicht eine neue Dimension. Mit einem Höchstaufgebot von mehr als 140 Charakteren zum interagieren, bricht Marvel Ultimate Alliance aus dem Hause Activision alle bisherigen Rekorde. Doch wie schaut es ansonsten mit Neuerungen, Umfang und Spielspaß aus? Wir haben uns in das Abenteuer gestürzt und berichten von unseren übernatürlichen Erlebnissen.

Wer nun sagt: „Marvel was ist das?“ ist wohl an ein wenig kulturellem Gut vorbeigeschrappt. Epische Helden wie Spider-Man, Captain America oder Daredevil sorgen schon seit Ende der 30er Jahre für Frieden und Gerechtigkeit und der Eine oder Andere sollte von diesen Heroen schon etwas gehört haben.
Schauen wir uns einfach das Kinojahr 2007 etwas genauer an und da präsentiert sich ein breites Aufgebot von kommenden Marvel-Verfilmungen wie: Die dritte Umsetzung von Spider-Man, neu im Angebot: Ghost Rider oder der zweite Teil der Fantastischen Vier. Auch vor zukünftigen Umsetzungen macht man keinen Halt und so warten Projekte wie Iron-Man, Thor oder Nick Fury darauf verfilmt zu werden. Superhelden sind hip, Superhelden sind in und der Boom scheint derzeit kein Ende zu nehmen. Was passiert aber, wenn nahezu alle gängigen Heroen und Superschurken in einem Spiel vereint werden: Blankes Chaos oder eine gesunde Mischung?

Marvel Ulimate Alliance macht da weiter, wo X-Men Legends 2 aufgehört hat. Man bekommt ein erstklassiges Hack 'n Slay in Reinkultur geboten und dennoch gelobten die Entwickler Besserung. Eine bessere Story, mehr Features und ein ausgeklügelterer Onlinemodus könnten dafür sorgen, dass das vorherige Heldenensemble vom Thron gestürzt werde. Fangen wir mit der Checkliste bei der Story an:
Während Dr. Doom zusammen mit den Masters of Evil einen teuflischen Plan ausheckt, an die Macht des mystischen Gottes Odin zu gelangen, gruppiert sich eine Widerstandstruppe der mächtigsten Superhelden unter der Leitung Nick Furys. Mit dem Wissen und der List von Loki schaffen die Masters of Evil das Unmögliche und stehen kurz davor das gesamte Universum auszulöschen. Nur mit vereinten Kräften haben die Marvelhelden nun eine Chance den gesamten Kosmos zu retten.

Die Story wird bravourös in Szene gesetzt und durch fesselnde Videosequenzen untermalt. Nach dem Intro als optisches Feuerwerk wird man direkt ins Spielgeschehen versetzt und darf sich nach und nach mit der Steuerung vertraut machen. Ähnlich wie beim Vorgänger muss der Spieler nun durch insgesamt 5 Kapitel streifen und die Machenschaften der Schurkenallianz auf die Schliche kommen. Während man im Spiel zwar mehr als 140 Charaktere aus dem Marvel-Universum begegnen kann, hat man es im Gegensatz doch eher mit einer geringeren spielbaren Anzahl zu tun.

Neue Helden braucht das Land.
Insgesamt siebenundzwanzig Protagonisten sind mit im Spiel vertreten und können nach und nach freigeschaltet werden: Captain America, Thor, Spider-Man, Iron-Man, Storm, Wolverine, Iceman, Deadpool, Daredevil, Die Unsichtbare, Mr. Fantastic, Die menschliche Fackel, Das Ding, Dr. Strange, Captain Marvel, Mrs. Marvel, Spider-Woman, Electra, Silver Surfer, Black Widow, Hawk Eye, Ronin, Nick Fury, Luke Cage, Blade, Ghost Rider und Black Panther.
Hat man sein Marvel-Dreamteam zusammengestellt, kann es mit vereinten Superheldenkräften losgehen. Im Quartett mit Superkräften reist man durch diverse Welten wie zu den kühlen Tiefen der Wasserwelt Atlantis, dem mystischen Nordland Asgard oder der finsteren und lodernden Hölle Mefistos und vermöbelt nicht nur zahlreiche Gegner sondern muss hier und da auch einige kleinen Schiebe- oder Schalterrätsel lösen. Je nach Mission werden den Helden verschiedene Aufgaben abverlangt, wie Artefakte finden, Freunde beschützen oder Bomben entschärfen. Größtenteils ist die Umgebung völlig verwüstbar und je nach Stärke und Fähigkeiten des bzw. der Helden können manchmal verschiedene Passagen eingeschlagen werden. So kann beispielsweise Thor fliegen, Iceman auf seinem Eis gleiten oder das Ding große Objekte anheben - all diese Fähigkeiten ermöglichen es auf unterschiedliche Weise durch die Level zu stapfen. Doch nicht nur zum erfolgreichen Meistern der Level können die Fähigkeiten genutzt werden, sondern auch zum vermöbeln der zahlreichen Gegner. So kann man Objekte in der Umgebung aufheben und schmeißen, als Schlagobjekte missbrauchen oder man nimmt schlichtweg die Heldenkräfte als Prügelwerkzeug. Neben direkten Angriffsfähigkeiten können sich die Helden auch untereinander durch Attribut steigernde Fähigkeiten Unterstützen. Spinnensinn für jedermann? Kein Thema! Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft hilft in diesen Belangen gerne weiter.
Als Belohnung für zertrümmerte Wandschränke, Fässer oder Hightechcomputer winken ein paar TechBits, der Mutantenwährung aus der Zukunft oder bunte Energiekugeln die für ein wenig frische Energie oder mehr Mutantensaft sorgen.

Mit den besagten Münzen in Schlepptau kann man seine Charaktere aufpeppen und deren Mutantenkraft stärken. Je nach Outfit (Insgesamt verfügt jeder der 27 Helden über vier verschiedene Kostüme) können unterschiedliche Attribute verbessert werden. Die Hauptfähigkeiten hingegen bleiben gleich und können auch nach jedem Levelanstieg beliebig aufgepowert werden. Wem dies alles zu kompliziert und konfus ist, der hat die Möglichkeit die Automatisierung zu nutzen. Welche Objekte soll meine Heldentruppe nutzen? Welche Fähigkeiten soll ich verstärken? Diese Fragen können via Tastendruck schnell vernachlässigt werden und der Computer kümmert sich um diese Belange.

Mix it baby - Die Mischung macht’s!
Ziel des Spiels ist es im Laufe des Abenteuers sein Killerquartett auf die Beine zu stellen. Denn nur gemeinsam sind die Helden stark und in der Lage Dr. Dooms teuflischen Plan aufzuhalten. Egal ob geballte Muskelpower oder Elementkraft, wie man sein Team aufstellt kann für bestimmte Boni im Kampf sorgen und der Spieler hat auch die Möglichkeit eigene Teams mit Namen und Kürzel aufzustellen. Gegner mit Iceman einfrieren und dann mit der menschlichen Fackel schmelzen? Erst mit Thor in die Lüfte schwirbeln lassen, um dort von Storms Blitzschlag getroffen zu werden? Oder schlichtweg mit den guten Alten Fantastischen Vier auf Doom-Jagd gehen? Die Kombinationen sind nahezu unbegrenzt und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, hier nimmt jeder was einem selbst gefällt.

Auf der Suche nach den Goodies. In jedem Level sind zahlreiche Sammelobjekte versteckt. Ob Simulationsdisks für den Trainingscomputer, attributsteigernde Mittel, oder spezielle Heldenfigürchen, es gibt eine Menge zu entdecken. Erst wenn man alles finden kann und alle Sidequests schafft, die der Trainingscomputer einem vorgibt, kann man restlos alle Charaktere und Kostüme freischalten. Wolverine im Latexanzug, Blade mit grünem Dress – hier kann man mehr über die Ursprünge der Helden erfahren und wie sie früher ausgesehen haben. Auch jeder Endgegner lässt ein bestimmtest Objekt fallen, was den diversen Heroen zu Gute kommt. 30% höhere Verteidigung, mehr Feuerkraft oder einfach größere Muskelpower sind nur einige der Beispiele, was ein solches Ring-Artefakt bewirken kann.

Insgesamt betrachtet macht Marvel Alliances eine sehr gute Figur und kann in manchen Aspekten seinen Vorgänger in den Schatten stellen, doch es gibt auch - wie immer - einige Mankos zu beklagen. Fliegende Helden bekommen manchmal trockene Füße und bleiben nach ihren Griff zu den Sternen einfach in der Luft für einige Sekunden stecken. Diesen Bug hätte die Qualitätskontrolle ausmerzen sollen, bevor das Spiel Marktreif wurde. Auch hat man die Lokalisierung in die deutsche Sprach diesmal komplett wegrationalisiert. Schade ist ebenfalls, dass der Onlinemodus noch nicht ausgereift wurde. Man findet nur selten einen Mitspieler und sollte sich demnach am Besten vorher mit Freunden verabreden. Einen Bonus gibt es aber für Onlinezocker, wer sich anmeldet bekommt sofort Hawk Eye als neuen Charakter freigeschaltet.

In Sachen Ladezeiten, Story und Spielumfang hat man jedoch einen Schritt nach vorne gemacht. So sorgen Tastenkürzel dafür, dass man nicht mehr ganz so lange warten muss, um seine Charaktere im Menü zu bewirten, doch der Pausenmodus und die Ladezeiten zwischen den zugegebenermaßen großen Leveln sind noch immer recht lang. Wer sich mit Marvel Ulitmate Alliance anfreunden kann wird mehr als 20 Stunden daran gefesselt sein und dem Ende der Story entgegenfiebern. Die Siqequests und verschiedenen Sammelobjekte wie Comic-Cover sorgen dafür, dass man die Level mehr als einmal durchspielen kann und dennoch die Freude nicht verliert.


Gameplay:
Auch beim indirekten Nachfolger von X-Men Legends 2 hat man es mit einem gelungenem Spielprinzip und durchgehend ausgereiften Konzept zu tun. Die Charakter- und Levelverwaltung wurde in Sachen Ladezeiten leicht verbessert, so dass man nun auch die Attribut-Veränderungen nicht zwingend automatisch von statten gehen lassen muss. Spaßig sind auch die zahlreichen Endgegner, bei denen man meist erst rausfinden muss, wie diese besiegt werden.
In Sachen Framerate hat das Spiel nun auch Verbesserungen mit sich gebracht, denn nur selten kommt es zu Slowdowns auf dem 16 zu 9 Bildschirm der kleinen Schwarzen.


Grafik:
Optisch gesehen hat man es erneut mit einem Titel der Oberliga zu tun. Eine fast gänzlich zerstörbare Umgebungen, gut animierte Superhelden und beeindruckende Lichteffekte konnte schon bei X-Men Legends 2 für Pluspunkte sorgen. In Sachen Abwechlsung hat man bei Marvel Ultimate Alliance noch eins drauf gesetzt. Atlantis macht richtig was her und so schwimmt man mit offenem Mund durch die Unterwasserwelt. Doch auch Mefistos Hölle oder Murderland sind optische Hingucker. Das Tüpfelchen auf dem „i“ sind jedoch eindeutig die geränderten Zwischensequenzen, die für die richtige Stimmung und den Storyaufbau sorgen.

Sound:
Kopfhörer aufgesetzt! Denn was hier aus den Lautsprechern der PSP schallt, wirkt das eine oder andere Mal krächtsend oder blechern. Mit eingesteckten Ohrstöpseln ist es eine ganz andere Geschichte. Wirklich gelungene Sprachsamples, knackige Sounds und fetzige Musik sorgen für einen runden Gesamteindruck. Schade ist, dass man dieses Mal keine deutschen Texte und Sprachsamples eingebaut hat.

Features und Besonderheiten:
Hier bekommt man fast alles geboten, wonach sich das Zockerherz mit Marvelzuneigung begehrt. Mehr als 25 spiel- und veränderbare Helden und über 140 Gastauftritte anderer Marvel-Charaktere. Zahlreiche Sammelobjekte, Sidequests und andere Gimmicks sorgen dafür, dass der Spieler lange Zeit Spaß mit dem Spiel haben wird. Selbst Actionfans die zuvor nichts mit dem Marvel-Universum am Hut hatten, werden durch die Comic-Missionen einen kleinen Einblick in die Geschichte der diversen Heroen bekommen.

Multiplayer:
Gemeinsam sind wir stark. Mit vereinten Kräften macht das Spiel natürlich mehr Spaß, wenn jeder der Spieler selbst die Stricke lenkt. Das heißt nicht, dass die KI schlecht ist, jedoch mit menschlichen Mitspielern oder Gegnern hat man mehr Freude. Der Onlinemodus hat das gleiche Manko wie beim indirekten Vorgänger: Man findet nur selten Gegner oder Mitspieler. Also sucht euch in der Spielersuchmaschine PlayDEX einige Freunde heraus und ladet sie zu einem Onlineduell ein!

Fazit:
Marvel Ultimate Alliance ist noch immer ein Hack ’n Slay der Spitzenklasse. Für den deutschen Spieler stellt sich jedoch die Frage, warum man bei der Lokalisierung gespart wurde, denn bei X-Men Legends 2 hatte man diese Hürde noch bravourös gemeistert. Ansonsten hat sich in Sachen Spielprinzip nicht viel getan, seit Xaviers Superheldentruppe in das große Abenteuer aufgebrochen ist. Wer über diese Mankos hinweg sieht und noch nicht genug von den Mutanten hat, wird nicht enttäuscht werden. Hack 'n Slay in bester Reinkultur, mit viel Action, Sammelobjekten und einer guten Story - Was will man mehr?

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars



GAMEPLAY
8 von 10
Packende Mutantenaction mit zahreichen Prügeleinlagen.
GRAFIK
8 von 10
Klasse Animationen, Effekte und Videosequenzen.
SOUND
7 von 10
Mit Kopfhörern eindeutig besser.
FEATURES
9 von 10
Alles was das Marvelherz begehrt.
MULTIPLAYER
7 von 10
Gelungener Multiplayer aber wo sind die Onlinespieler?
GESAMT-
WERTUNG:
84%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"An den Ladezeiten hat man etwas gefeilt, dennoch oft etwas Dunkel."







Details
Spielname:
Marvel Ultimate Alliance

Publisher:
Activision

Developer:
Raven Software

Genre:
Action Adventure

Release:
2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-3 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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