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Pro Evolution Soccer 5


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Pro Evolution Soccer 5 Review vom 24.02.2006

Seit Jahren gibt es auf den Heimkonsolen einen Konkurrenzkampf der Fußballgiganten. Freunde des virtuellen Balles werden sofort wissen, wovon ich hier spreche. Nachdem die FIFA Serie von Electronic Arts einsame Spitze der Fußballspitze war und viele Jahre den Thron von König Fußball für sich beanspruchen konnte, wagte sich ein junger und viel frischerer Titel am Thron zu rütteln. Pro Evolution Soccer ging in den direkten Konkurrenzkampf und konnte nicht nur bei den Kritikern, sondern auch bei vielen Zockern die Gunst gewinnen und sich profilieren. Während FIFA das Synonym für Arcadefußball erster Güte ist, repräsentiert PES den taktischen und anspruchsvollen Fußball für die Feinschmecker.

Nachdem wir schon die Möglichkeit hatten FIFA 2006 auf der PSP zu testen und mit 80% für einen wirklich guten Titel befunden haben, wagt sich nun auch Pro Evolution Soccer 5 ins Testlabor der spielesüchtigen PSP.de-Redakteure. Ob wir hier wirklich eine "Revolution" auf dem Rasen erleben dürfen, oder FIFA 2006 doch die Nase bzw. den Kickschuh vorn hat, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Anpfiff - Das Spiel beginnt!

Nachdem sich die UMD im PSP Schacht genüsslich auslesen lässt, landen wir nach ein paar Sekunden und der Auswahl der Sprache schon beim wirklich hübsch anzuschauenden Intro von PES 5. Sowohl kunstvolle Dribbleeinlagen, als auch spektakuläre Schüsse kann man sich hier zu Gemüte führen, doch da uns schon die Finger jucken, drücken wir schnell Start und landen auch schon im Startmenü.

Neben einem Einzelspielermodus, der euch neben einen Freundschaftsspiel auch eine "Schnell ins Spiel" Funktion bietet, die euch sofort in ein zufällig vordefiniertes Spiel befördert, und ein Elfmeterschießen. Dieses werde ich an dieser Stelle wohl nicht wirklich erklären müssen. Ball - Tor - Schuss - mehr als diese drei Worte werden für eine Erklärung nicht benötigt.

Zwar sind auch die anderen Modi fast durchgängig selbsterklärend, aber der Übersicht halber, werde ich auch hier ein paar Worte an die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten widmen. Die Liga ermöglicht es euch mit einem Verein, ob national oder international ist euch selbst überlassen, eine Saison zu spielen, in der am Ende, wie soll es auch anders sein, ein Champign..., pardon (Anm. d. Red.: Gruß an meinen Französischlehrer!) Champion gekürt wird.

Der nächste Menüpunkt schickt euch direkt auf den Bolzplatz zum Training, in dem ihr alle möglichen Standardsituationen mit euren 10 Freunden (Stichwort: 11 Freunde sollt ihr sein!) üben könnt. Dass ihr dabei natürlich auch euren eigenen Mitspielern mit Todesgrätschen die Beine vom Boden reist, lassen wir jetzt mal außer Acht.

Den Unterpunkt Editor werdet ihr öfters anwählen müssen, wenn ihr Spieler, Teams und andere Eigenschaften bearbeiten wollt. "Warum sollte ich die Profis denn bearbeiten wollen?" werdet ihr euch sicher fragen. Es ist ganz einfach - ihr sollt weder aus Ronaldo einen Clown mit Perücke machen, noch bietet sich euch die Möglichkeit die deutsche Nationalmannschaft in die (bessere) Frauenmannschaft zu verwandeln. PES 5 besitzt im Gegensatz zu FIFA 2006 nur spärliche Lizenzen und kann weder mit den Namen, noch mit den Originaltrikots auftrumpfen. Genau dafür ist der Editormodus! Ob Namen, Trikots, oder weiß der Teufel was könnt ihr hier gestalten, bearbeiten und euch mal richtig austoben. Für diejenigen, die keine Lust haben zig Teams zu bearbeiten, können auch im Internet nach einer Optionsdatei suchen, die euch von Anfang an alle Teams plus Lizenzen zur Verfügung stellt (Anm. d. Red.: Google - ich liebe dich!).

Die abschließenden Menüpunkte führen euch entweder zum Optionsmenü, in dem ihr alle möglichen Kleinigkeiten um- und einstellen könnt, und zum Multiplayer, bei dem ihr gegen einen Freund beweisen könnt, was ihr auf dem Bolzplatz als kleiner Rabauke gelernt habt.

Gameplay:
Pro Evolution Soccer beeindruckte schon immer durch sein unglaublich realistisches Gameplay. Kein Fußballspiel präsentiert so ein authentisches Gefühl auf dem Bildschirm wie PES. Während man bei der Konkurrenz schon nach ein paar Spielen die Taktik des Gegners herausgefunden hat und immer mit dem selben Trick an der Verteidigung vorbeidribbelt, wird man hier sofort gestoppt. Die KI denkt eben doch mit und passt sich eurem Spiel an. Somit ist kein Spiel, wie das andere und gerade das macht PES 5 auch so viel spaßiger als FIFA und Co. Es ist einfach unglaublich abwechslungsreich und immer wieder fiebert man mit, wenn man doch eine Lücke in der beinharten Verteidigung gefunden und geschickt ausgenutzt hat.

Außerdem ist die Steuerung unglaublich tief und vielfältig. Wer von den Möglichkeiten von FIFA überzeugt wurde, wird bei PES mit offener Kinnlade den Sabber vom PSP-Screen wischen müssen. Ob angetäuschte Schüsse, die verrücktesten Doppelpässe in verschiedenem Tempo, waghalsige Übersteiger oder gefühlvolle Lüpfer - noch nie hatte man so viele Möglichkeiten den Gegner an der Nase herum zu führen und den Gegner wort-wörtlich
auszuspielen. Ob Analogstick oder Steuerkreuz - beide Eingabemöglichkeiten sind vorzüglich und lehren die Konkurrenz das Fürchten. Jedoch können kleine Daumenverrenkungen bei Gebrauch des Steuerkreuzes nicht verhindert werden, da es schlicht und einfach ein blödes Stück Plastik ist. Dennoch: In diesem Faktor kann sich die Konkurrenz wirklich ein großes Stück abschneiden. Denn im direkten Vergleich zieht FIFA und Co. wirklich den Kürzeren und muss sich mucksmäuschenstill vom Platze davon machen. An dieser Stelle müssen wir ein großes Lob an das Handbuch, das dem Spiel beiliegt aussprechen. Auf 62 farbigen Seiten wird einem die Materie mit Bildern und Anweisungen erklärt und damit der Einstieg um einiges erleichtert.

Grafik:
Die grafische Präsentation wollen wir an dieser Stelle auch mit dem direkten Konkurrenten vergleichen. FIFA 2006 bot eine exzellente Übersicht, die jedoch mit minimalistischen und Spielern ihren Tribut forderte. Die schöne Lizenz war damit während dem Spiel selbst für die Katz, da man einfach nicht erkennen konnte, wer da über den Platz rast.

PES 5 geht in die andere Richtung. Die Spieler sind schön groß und der Wiedererkennungswert ist hoch. Doch leider gibt es nur drei verschiedene Kameraoptionen, die jedoch alle recht nah an den Spielern sind. Hier mangelt es in manch hektischer Spielsituation, die euch besonders im höheren Schwierigkeitsgrad oftmals bevorstehen wird, an der optimalen Übersicht. Zwar kann man immer noch zum nächsten freistehenden Spieler passen, weitläufige Flanken werden aber oftmals zum Schuss ins Unbekannte. Dank automatischem Zielen stellt das jedoch kein echtes Problem dar, sondern ist eher ein Schönheitsfehler, der ein bisschen den Realismus raubt.

Sound:
Hier stehen wir wirklich von einem zweischneidigen Schwert. Einerseits sind die Soundeffekte herausragend und sorgen für exzellente Stadionatmosphäre. Zwar fehlt der Kommentator, aber die Jubelgesänge der Fans entschädigen dies in jeder erdenklichen Art und Weise. Bei der Musik war Konami jedoch sehr spartanisch. Im Menü ertönt immer ein und dasselbe Lied, dass schon nach wenigen Minuten auf den Geist geht und man sehnlich nach dem Lautstärkeregler lechzt.


Features und Besonderheiten:
Ein Spiel für die einsame Insel ist PES 5 ganz sicher nicht. Zwar kann man immer mal wieder eine Runde zocken und freischaltbare Teams und andere Boni gibt es auch, aber es fehlt einfach an der Modivielfalt. Im Gegensatz zu den Konsolenversionen wurde der motivierende Karrieremodus einfach gestrichen, ausgelöscht und ins Nirvana geschickt. In diesem Faktor bietet FIFA 2005 zwar Moditechnisch mehr fürs Geld, doch wird die PES-UMD zu 100% öfters ins Laufwerk wandern, da die Matches auf dem Grün einfach interessanter und aufregender sind und jedes Mal etwas Neues bieten. Ein kleines Schmankerl bietet die Verlinkung mit einer PS 2 und der stationären PES 5-Version, die den Austausch von Spielerdaten ermöglicht.

Multiplayer:
Bei einem Spiel wie PES 5 wundert man sich, warum Konami keinen Infrastructuremodus eingebaut hat. EA hat hier einen ganz großen Pluspunkt kassiert und gezeigt, dass wahre Fußballfans nicht nur zusammen auf dem Sofa gerne gegeneinander daddeln. Ein simpler 1 gegen 1 Multiplayer ist alles, was der verwöhnte Spieler geboten bekommt.


Fazit:
Pro Evolution Soccer hat eindeutlich einen kleinen Vorsprung vor der Konkurrenz um FIFA und Co. aufgebaut und wird diesen wohl auch nicht so schnell aufgeben. Wer einmal Blut leckt, will noch mehr! Dieses Prinzip gilt auch für unvergleichliches Gameplay. Nachdem man PES 5 genossen hat, machen andere Spiele keinen Spaß mehr. Zu schnell gewähnt man sich an die fordernden und abwechslungsreichen Matches gegen die ganz Großen. In diesem Sinne: ein Spiel dauert 90 Minuten und unser Sieger steht fest: Applaus für PES 5!

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami und Game4Less für die freundliche Bereitstellung der Rezensionsexemplare.



GAMEPLAY
9 von 10
Smooth, Sexy and Strong - Fußball in Reinkultur!
GRAFIK
8 von 10
Schicke Grafik mit kleinen Übersichtsproblemen.
SOUND
7 von 10
Tolle Soundeffekte, aber nervige Musik.
FEATURES
7 von 10
Leider mangelt es an einem Karrieremodus.
MULTIPLAYER
6 von 10
Kein Infrastructuremodus, aber eine Offlinepartie ist stets willkommen.
GESAMT-
WERTUNG:
83%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Recht lange Ladezeiten trüben den Spaß unterwegs."







Details
Spielname:
Pro Evolution Soccer 5

Publisher:
Konami

Developer:
Konami Japan

Genre:
Sport

Release:
04.11.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-2

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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